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Gemüsebeet für Anfänger

Neu angelegtes Gemüsebeet für Anfänger in Reihen einteilen

Eigenes Gemüse Anbauen und Essen – das ist nicht nur gesund, sondern bringt eine neue Beziehung in unser Leben. Den Bezug zur Natur, zur Arbeit mit dem Boden und zu Gemüse. Aber wie funktioniert das Anlegen von einem Gemüsebeet für Anfänger?

Als Anfänger hat man natürlich Respekt vor dem Pflanzen. Welche Pflanzen passen zusammen, in welchem Abstand wird gepflanzt, wie tief pflanzt man und wie wird gedüngt?

Dieser Beitrag soll Grundsätzliches klären und zum Gärtnern motivieren. Denn schnell sind Zweifel verflogen und es ist einfach schön, wenn das Gemüse im Garten wächst und geerntet werden kann.


Gemüsebeet für Anfänger – Seht euch die Praxis in unserem YouTube Video an:

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  • Zuallererst wird das Beet von Beikräutern befreit und der Boden gelockert. Umgegraben wird nur, wenn Mist eingearbeitet wird (Zeit für Mist eingraben am besten im Herbst).

    Ansonsten reicht eine Lockerung mit einer Grabgabel, die eingestochen wird, etwas Erde anhebt und wieder loslässt. Anschließend kann mit einer Harke, Feldhaue oder Sauzahn nochmals durchgehackt werden. Dabei geht es darum, die Erde zu lockern, große Erdbrocken zu zerkleinern und den Boden zu belüften. Das kann längs und quer zum Beet erfolgen.

  • Zur Grunddüngung wird flächig RoPro-Lit Gesteinsmehl (300 g /m²) oder Zeolith gestreut. Auch reife Komposterde kann breitflächig auf dem Beet verteilt werden.

    Bei Starkzehrern wie Kohlsorten, Kartoffeln, Tomaten, Kürbisse, Auberginen, Paprika, … können bis zu 6 L Kompost/m² ausgebracht werden.

    Bei Mittelzehrern wie Chinakohl, Fenchel, Kohlrabi, Laub, Mangold, … reichen 3-4 L /m². Manchmal ist die Grenze zwischen Stark- und Mittelstarkzehrer sehr fließend.

    Schließlich gibt es noch die Gruppe der Schwachzehrer, wie Kräuter, Radieschen und Hülsenfrüchte, die mit 2-3 L /m² auskommen.

    Der Gartenprofi weiß schon vor dem Düngen, welches Gemüse er wo anbaut und düngt entsprechend seiner Fruchtfolge.

    In einem Gemüsebeet für Anfänger, empfehle ich 3-4 L Kompost /m² auszubringen.

    Wenn Starkzehrer angebaut werden, ins Pflanzloch einfach noch einen knappen Esslöffel Schwarzes Gold oder anderen organischen Dünger zu geben.

    Wer keinen Kompost hat, der kann zur Bodenverbesserung und Steigerung der Fruchtbarkeit auch die Chiemgauer Bio-Schwarzerde ausbringen. Hier rechnet man mit 20 L /m². Sie wird leicht eingearbeitet und eingerecht.

    Die Chiemgauer Bio-Schwarzerde wird ohne Torf aber mit voraktivierter Pflanzenkohle hergestellt. Zur weiteren Versorgung mit Organik wird während der Gartensaison gemulcht. Mehr dazu weiter unten.

    Anschließend das Beet nochmals gerade rechen, damit es zur Beet Einteilung und Bepflanzung schön feinkrümelig und eben ist.

  • Zur besseren Übersicht werden die Ecken abgesteckt und mit einer Schnur verbunden, bevor man die Reihen einteilt. Eine Beetbreite von 120 bis 125 cm hat sich bewährt. Andere Beetbreiten oder Formen sind natürlich genauso möglich. Für den Weg zwischen den Beeten sollten etwa 30 cm eingeplant werden.

    Bei einer Beetbreite von 120 cm sind 4 Pflanzreihen möglich. Setzt eine Markierung bei 30, 60 und 90 cm und befestigt z.B. Juteschnüre an den Markierungen. Auch Bambus oder andere Stecken können gelegt werden.

    Daraus ergeben sich vier Pflanzflächen. Die erste Pflanzreihe wird also bei 15 cm vom Rand her bepflanzt. Die nächste bei 45 cm, bei 75 cm und die letzte bei 105 cm (das sind wieder 15 cm aber vom anderen Beetrand).

  • Die Art der Bepflanzung richtet sich natürlich nach dem was man gerne essen mag und von der Menge, die man essen kann.

    Es macht Sinn, Salate Satzweise anzubauen, also alle paar Wochen ein paar Setzlinge zu pflanzen.

    Hat man seine Auswahl getroffen, werden die Pflänzchen zur Stärkung vor dem Pflanzen in einem EM-Tauchbad (Wurzelballen und Blätter) getaucht:

    • 30 ml EM-aktiv (zur mikrobiellen Belebung)
    • 20 ml Biplantol Vital NT oder Biplantol Gemüse (homöopathisches Pflanzenstärkungsmittel)
    • 1 Teelöffel RoPro 13/20 (mineralisches Pulver zur Förderung der Wurzelbildung und Unterstützung der Immunkraft gegen Blattkrankheiten)
    • 3-4 L Wasser

    Nun geht’s ans Auslegen. Die Gemüsepflanzen haben unterschiedliche Platzansprüche.

    Die meisten Kohlarten werden im Abstand von ca. 40 cm gepflanzt. Man unterschätzt meist, wie große Blätter ein Brokkoli, ein Blumenkohl oder Weisskraut bekommen.

    In Reihen pflanzen

    Damit ein Durchhacken problemlos und ohne die Pflanzen zu schädigen erfolgen kann, sollte in Reihen gepflanzt werden. In den Reihen können Gemüsearten auch gemischt werden.

    Möglich wäre z.B. Kohlrabi abwechselnd mit Salat, jeweils im Abstand von ca. 25 cm zu setzen.

    Eine andere Möglichkeit wäre 2x Lauch und einmal Sellerie zu pflanzen oder auch Salat im Abstand von 25 cm, danach Kohlrabi.

    Beim Gemüsebeet für Anfänger pflanze ich z.B. verschiedene Kohlarten in eine mittlere Reihe. Am Rand kommen niedrigere Gemüsearten, wie Salate oder Gemüsearten, die eine kurze Vegetationsdauer haben, wie z.B. Kohlrabi.

    Manche Gemüsearten fördern sich, andere hemmen sich durch ihre Wurzel- und Blattausdünstungen. Mehr dazu im Blogbeitrag über Mischkultur.

    Weitere Gemüseabstände:

    Fenchel – 25 cm
    Zwiebeln – 10 cm (ca. eine Handbreit; so tief stecken, dass das obere Drittel der Steckzwiebel aus dem Boden herausragt, Zwiebeln vor dem Stecken in einem EM-Bad quellen lassen)
    Kohlrabi – 25 cm
    Kopfsalat – 25–30 cm
    Paprika – 40–45 cm

    Tipp: Die eigene Hand ausstrecken und messen. Eine ausgestreckte Frauenhand misst ca. 20 cm, eine Handbreite ca. 10 cm, eine Männerhand evtl. 25 cm. So braucht man beim Auslegen kein Maßband, sondern nutzt einfach die eigenen Hände und rechnet immer ein paar Zentimeter dazu oder weg.

  • Der zu säende Abstand bei Gemüse, steht immer auf der Packung. Beim Gemüsebeet für Anfänger (und auch, weil es einfach praktisch ist) kann ich auch Saatbänder für z.B. Gelbe Rüben, Pastinaken oder Rauke empfehlen.

    Hier legt man das Band aus Fließpapier in eine gezogene Rille und deckt sie anschließend ab. Die Samen sind in das Band im perfekten Abstand eingearbeitet und man braucht nach dem Aufgehen der Keimlinge nicht zu vereinzeln.

    Tipp: bei der Gelbe Rüben-Saat können alle 10 cm ein Radieschen Samen in die Reihe gesät werden. Gelbe Rüben haben eine lange Keimdauer. Die Radieschen gehen innerhalb 10 Tage auf und markieren die Reihe. So sieht man beim Jäten, wo die Gelbe Rüben-Reihe keimen wird.

    Für viele Gemüsesamen wird eine kleine Rille gezogen und die Samen je nach Art (siehe Packung) in unterschiedlichen Abständen ausgesät.

    Aufpassen muss man mit der Saat-Tiefe. Für die meisten Samen gilt: Doppelt so tief, wie der Samen groß ist.

    Manche Samen sind so genannte Lichtkeimer. Sie werden auf die Erde gestreut und angeklopft, so dass sie etwas Bodenschluss haben. Anschließend natürlich angießen (mit einer Brause) und nicht vergessen, die Saatreihe mit einem Etikett zu markieren.

  • Nach dem pflanzen wird mit einer EM-aktiv-Lösung (50 ml /10L Wasser) angegossen.

    Das fördert die Bodenmikroben und erleichtert das Anwachsen. Je vielfältiger die Bodenmikrobiologie, umso gesünder können die Pflanzen wachsen.

    Wer mit dem Schlauch gießt, dem kann ich den Aquamix empfehlen. Er dosiert das EM in vier verschiedenen Stufen. Für alle EM-Anwender eine Befreiung der schweren Gießkannen Schlepperei.

    Wenn noch Nachtfrost oder kalte Temperaturen zu erwarten sind, hilft ein Pflanzenvlies um Kälte- oder Frostschäden zu vermeiden.

    Während der nächsten 2-3 Wochen sollte auf genügend Feuchtigkeit geachtet werden. Wenn die Pflanzen gut angewachsen sind, braucht man sie auch nicht mehr ständig mit Wasser zu verwöhnen. Trockenstress sollte jedoch unbedingt vermieden werden!

    Wöchentlich mit der bewährten EM-aktiv-Lösung gießen. Auch das Sprühen mit RoPro 13/20 und EM-aktiv oder dem EM-Bio-Cocktail, stärkt die Immunabwehr gegen Schädlinge und Krankheiten.

    Unkraut jäten

    Nach ein paar wenigen Wochen können Unkräuter “auflaufen”. Unkräuter bringen Konkurrenz um Wasser und Licht. Deshalb ist es sinnvoll sie entweder vollständig oder für Unkrautfreunde erträglich zu reduzieren.

    Wenn das Beet an einem sonnigen Tag mit einem Sauzahn, einer Feldhaue oder einer Jätschlinge vorsichtig um die Pflanzen gelockert wird, vertrocknen die Unkräuter. Für die Gemüsepflanzen ist das Lockern ein Wachstumsimpuls.

    Unkraut im Gemüsebeet
    Unkraut läuft im Gemüsebeet auf
  • Spätestens jetzt darf auch gemulcht werden. Wer hat, mulcht mit Heu von guter Qualität ca. 2-4 cm hoch, ansonsten eignet sich auch Mulch aus Rasenschnitt. Die Saatreihen werden dabei ausgespart.

    Der angetrocknete Rasenschnitt wird ca. 1 cm hoch um die Pflanzen ausgelegt und mit einer EM-aktiv-Lösung angegossen.

    Der Rasenschnitt wird mehrmals jährlich ausgebracht. Er schützt die Erde vor Austrocknung, unterdrückt Unkräuter und liefert wertvolle Nahrung für das Bodenleben. Der Wurm dankt es mit nährstoffhaltigen Wurmhumus.

Um eine Fruchtfolge für nächstes Jahr planen zu können, sollte ein Plan der heurigen Bepflanzung aufgezeichnet werden. Manche Pflanzen sind heikel, was den Platz oder die Nachbarpflanze betrifft. Der Beitrag über die Mischkultur erläutert das Thema genauer.

Es macht sehr viel Freude, seine Hände in der Erde zu spüren, Samen auszusäen, Pflanzen einzusetzen und beim Wachsen zu beobachten. Ebenso ist es erhebend, den eigenen Salat aus dem Garten in die Küche zu tragen und ihn am Küchentisch zu präsentieren.


Mit diesen Tipps und Tricks gelingt es euch ein Gemüsebeet für Anfänger anzulegen und vom Scharm der Selbstversorgung zu kosten.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten Rund um Effektive Mikroorganismen findet Ihr in unserem Blog.


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Ein Beitrag von Annerose Fischer

Ich heiße Annerose und bin von Anfang an dabei, also eines der Urgesteine hier. Wenn ich nicht vor dem PC sitze und Texte über EM-Anwendungen schreibe, so bin ich wahrscheinlich im Garten zu finden. Ob beim Pflanzen, Gießen, Ausgrasen, Bokashi machen oder bei den Hühnern. Der Garten bedeutet für mich Lebensqualität. EM bereichert mein Leben und ist nicht wegzudenken. Das wachsende Verständnis über Mikrobiologie, wie und wo sie mit unserem Leben zusammenhängt, ist sinnbringend, zukunftsrelevant und macht die Arbeit absolut interessant. Gerne gebe ich mein Wissen weiter und freue mich über EM-Erfahrungen von Dir.

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