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Rasenbokashi herstellen – Rasenschnitt in wertvolles Mulchmaterial verwandeln

Rasenbokashi-Herstellung mit EM und Pflanzenkohle

Rasenbokashi = fermentierter Rasenschnitt

Rasenbokashi wird zum Mulchen und Düngen verwendet


Jedes Frühjahr beginnt sie wieder: die Mähsaison. Und mit ihr die Frage: Wohin mit dem vielen Rasenschnitt?

Was viele als Gartenabfall betrachten, ist in Wahrheit ein wertvoller Rohstoff. Mit Effektiven Mikroorganismen (EM) lässt sich frischer Rasenschnitt fermentieren und in Rasenbokashi verwandeln – ein nährstoffreiches organisches Mulchmaterial, das sich vielseitig im Garten einsetzen lässt.

Wir stellen seit vielen Jahren Rasenbokashi her und möchten diese Methode nicht mehr missen. Sie ist einfach, nachhaltig und hilft dabei, Gartenmaterial sinnvoll im natürlichen Kreislauf zu nutzen.

Erfahre hier, wie einfach das geht!
Hier gehts direkt zur Videoanleitung!
Was spricht für Rasenbokashi
Was ist Rasenbokashi
Warum wir Rasenbokashi so gerne verwenden
Rasenbokashi herstellen – Schritt für Schritt
Woran erkennst du gelungenes Rasenbokashi?
Wo verwendest du Rasenbokashi im Garten
Rasenbokashi mit Pflanzenkohle aufwerten
Häufige Fragen zu Rasenbokashi


Was spricht für Rasenbokashi?

  • Sehr leicht herzustellen
  • Gehaltvolles Mulchmaterial für Gemüse und Staudenbeete
  • (Nahrung für Regenwurm und Co.)
  • Nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Was ist Rasenbokashi?

Rasenbokashi entsteht, wenn frischer Rasenschnitt unter Luftabschluss fermentiert wird. Unterstützt wird dieser Prozess durch Effektive Mikroorganismen. Anders als beim Kompostieren findet keine Rotte statt, sondern eine Fermentation.

Das Ergebnis ist ein angenehm säuerlich riechendes, gut konserviertes organisches Material, das sich hervorragend als Mulch oder zur Einarbeitung in den Boden eignet.

Gerade in den Monaten, in denen regelmäßig gemäht wird, entsteht so aus einem Überschuss an Rasenschnitt ein wertvoller Vorrat für den Garten.

Warum wir Rasenbokashi so gerne verwenden

Wer einmal erlebt hat, wie viel Rasenschnitt während einer Gartensaison anfällt, erkennt schnell den Vorteil dieser Methode.

Rasenbokashi

  • nutzt Rasenschnitt sinnvoll weiter,
  • lässt sich gut lagern,
  • eignet sich als Mulchmaterial für Gemüse-, Stauden- und Obstbeete,
  • trägt dazu bei, den Boden dauerhaft bedeckt zu halten,
  • indirekter Dünger, Organik wird vom Bodenleben verstoffwechselt,
  • Schützt den Boden vor Austrocknung und Erosion,
  • Lockert den Boden durch Aktivierung des Bodenlebens,
  • unterstützt einen geschlossenen Stoffkreislauf im Garten

Für uns gehört Rasenbokashi seit Jahrzehnten genauso selbstverständlich zum Gärtnern wie das Kompostieren.

Rasenbokashi herstellen – Schritt für Schritt

Die Herstellung ist unkompliziert und gelingt auch Einsteigern.

Das benötigst du

Schritt für Schritt:

1. Rasenschnitt anwelken lassen

Den frisch gemähten Rasenschnitt für etwa 30–60 Minuten in der Sonne ausbreiten. Dadurch verliert er überschüssige Feuchtigkeit und die Fermentation gelingt leichter.

Tipp: Keine Zeit? Dann einfach etwas mehr EM-aktiv und RoPro-Streu verwenden. Die Pflanzenkohle bindet Feuchtigkeit und unterstützt den Fermentationserfolg.

2. Rasenschnitt aufbereiten

Pro 100 Liter Rasenschnitt (ca. eine Schubkarre) etwa 300–500 ml EM-aktiv gleichmäßig aufsprühen.

Optional kann das Material zusätzlich aufgewertet werden mit:

  • RoPro-Streu Pflanzenkohle (bis zu 3 Liter je 30-Liter-Fass) – speichert Nährstoffe und gibt sie später nach und nach wieder an die Pflanzen ab.
  • 100–300 g RoPro-Lit Urgesteinsmehl – liefert Mineralien und unterstützt die Aktivität der Mikroorganismen.

3. Fermentieren

Den vorbereiteten Rasenschnitt schichtweise in das Bokashi-Fass füllen und jede Schicht sanft, aber gleichmäßig andrücken, damit möglichst wenig Luft eingeschlossen wird.

Während des Befüllens kannst du immer wieder EM-aktiv nachsprühen, damit jede Schicht gut mit Effektiven Mikroorganismen benetzt wird.

Anschließend das Fass luftdicht verschließen und 4–8 Wochen fermentieren lassen.

Das fertige Rasenbokashi ist ein bis zwei Jahre haltbar und unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen.

Tipp: Wird das Fass nicht vollständig gefüllt, kann ein brennendes Teelicht (mit mindestens 30 cm Abstand zum Deckel) den restlichen Sauerstoff im Fass verbrauchen. Sobald die Flamme erlischt, das Fass sofort verschließen.

4. Ausbringen

Das fertige Rasenbokashi 2–4 cm dick als Mulchschicht ausbringen. Zu den Pflanzen etwa 3–5 cm Abstand halten.

Der typische Silogeruch ist ein Qualitätsmerkmal der Fermentation. Er lässt sich nach dem Ausbringen durch etwas RoPro-Lit Urgesteinsmehl sowie EM-aktiv oder Bodenagil rasch vermindern.

Tipp: Je reichlicher du EM-aktiv verwendest, umso weniger muss das Gras verdichtet werden.
Der Vorteil: es klebt nicht in festen Matten zusammen, sondern kann nach der Reifezeit locker verteilt werden.
Wer sicher gehen will, sprüht während des Einfüllens immer wieder EM-aktiv unter den Rasenschnitt.

Wichtig: Gras niemals auf einem Haufen liegen lassen. Dort entstehen innerhalb kurzer Zeit Hitze und Fäulnis, wodurch wertvolle Nährstoffe verloren gehen


Woran erkennst du gelungenes Rasenbokashi?

Ein gelungenes Rasenbokashi erkennst du an einigen einfachen Merkmalen:

  • angenehm säuerlicher Geruch (Typischer Silo Geruch)
  • gleichmäßig fermentiertes Material
  • keine Fäulnis
  • keine stark fauligen oder stechenden Gerüche

Ein weißlicher Belag durch sogenannte Kahmhefen kann auftreten und ist unproblematisch.

Wo verwendest du Rasenbokashi im Garten?

Rasenbokashi kann vielseitig eingesetzt werden. Besonders bewährt hat es sich

  • im Hochbeet,
  • als Mulchschicht zwischen Gemüsepflanzen,
  • in Staudenbeeten,
  • unter Beerensträuchern,
  • rund um Obstbäume.
Abstand Zu Pflanzen

Halte zu Pflanzen immer einen kleinen Abstand von 2-4 cm, so dass das Bokashi die Pflanzen nicht berührt.
Während der ersten Tage ist das saure Bokashi noch etwas scharf und könnte Pflanzenteile „verbrennen“.

Eine dünne Mulchschicht von 2-4 cm schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und hilft dabei, ihn möglichst dauerhaft bedeckt zu halten – ganz im Sinne eines natürlichen Gartenkreislaufs.


Rasenbokashi mit Pflanzenkohle aufwerten

Mit Pflanzenkohle das Potenzial des Rasenbokashi erweitern

Noch wertvoller wird Rasenbokashi durch die Zugabe von Pflanzenkohle. Deshalb gehört RoPro-Streu auch zu unserem Bokashi-Set.

Pflanzenkohle besitzt eine außergewöhnlich große innere Oberfläche mit Millionen feinster Poren. Dadurch kann sie Wasser und gelöste Nährstoffe aufnehmen und speichern. Gleichzeitig bieten ihre Poren geschützte Lebensräume für Bodenmikroorganismen.
Während der Fermentation verbindet sich die Pflanzenkohle mit den organischen Bestandteilen des Rasenschnitts.
Aus dieser Kombination entsteht ein Material, das sich hervorragend als Grundlage für Terra-Preta-ähnliche Böden eignet.

Genau deshalb sollte Pflanzenkohle möglichst nicht „pur“ ausgebracht werden. Erst durch das Aufladen mit organischer Substanz – zum Beispiel im Rasenbokashi oder im Kompost – kann sie ihre besonderen Eigenschaften optimal entfalten.

Mit jeder Anwendung gelangt so nach und nach Pflanzenkohle in den Boden. Dort bleibt sie über viele Jahrzehnte erhalten und trägt dazu bei, Wasser, organische Substanz und Nährstoffe langfristig im Boden zu halten.
Gleichzeitig entsteht ein porenreicher Lebensraum für Bodenorganismen – eine wichtige Grundlage für dauerhaft fruchtbare Böden.

230905 Rasenbokashi Herstellung 11 Scaled

Unser Konzept, den Gartenboden nach und nach mit Rasenbokashi natürlich zu verbessern:

Rasenschnitt → EM-Fermentation → Pflanzenkohle lädt sich auf → Terra-Preta-Prinzip → langfristiger Humusaufbau und Bodenpflege.


Tipp: Produziere im Sommer ausreichend viel Rasenbokashi. Das gereifte Bokashi kannst du dann in den späten Herbst/Wintermonaten ausbringen.
Von November bis März sind unsere Gartenbeete meist kahl und benötigen Schutz, denn das Bodenleben ist auch in milden Wintermonaten aktiv und sucht nach Nahrung. Ausserdem wird der Boden vor Austrocknung und Errosion geschützt.


Häufige Fragen zu Rasenbokashi

Grundsätzlich ja. Frischer Rasenschnitt eignet sich am besten. Er sollte möglichst nicht bereits faulen oder stark verschmutzt sein. Je frischer das Material verarbeitet wird, desto besser gelingt die Fermentation. Ein Rasen mit Artenvielfalt ist wertiger als eine Sorte Gras.

Ja, sehr gut und unkompliziert. Solange es luftdicht verschlossen bleibt, lässt es sich über ca. 2 Jahre problemlos lagern.
Es darf auch der Witterung ausgesetzt sein, vorausgesetzt der Behälter ist wetterfest. Unser Bokashi-Fass ist viele Jahre formbeständig und wetterfest.

Vermeide jedoch Pflanzen mit ausgereiften Samenständen. Zwar kann die Fermentation die Keimfähigkeit vieler Samen herabsetzen, eine vollständige Sicherheit gibt es jedoch nicht. Um spätere Überraschungen im Beet zu vermeiden, verarbeite Wildkräuter am besten vor der Samenreife.

Ja, grundsätzlich ist das möglich. Fermentation kann auch ohne die Zugabe von EM einsetzen. In der Landwirtschaft wird beispielsweise Grassilage allein durch sehr starkes Verdichten hergestellt. Dabei wird die Luft weitgehend aus dem Erntegut gedrückt und Pflanzensaft tritt aus. Die natürlich auf den Pflanzen vorkommenden Milchsäurebakterien beginnen anschließend mit der Fermentation.

Mit EM-aktiv werden jedoch gezielt Mikroorganismen eingebracht, die den Fermentationsprozess von Anfang an unterstützen. Insbesondere die Milchsäurebakterien bilden Milchsäure, wodurch der pH-Wert rasch absinkt. Das schafft Bedingungen, unter denen unerwünschte Fäulnisprozesse deutlich gehemmt werden. Die Fermentation verläuft dadurch in der Regel kontrollierter und gleichmäßiger.
Da Rasenschnitt im Garten meist nicht mit derselben Technik und Verdichtung wie Silage in der Landwirtschaft verarbeitet wird, kann der Einsatz von EM-aktiv dabei helfen, die Fermentation auch unter weniger idealen Bedingungen zuverlässig in Gang zu bringen.

Ja, grundsätzlich ist das möglich. In der Praxis hat es sich jedoch bewährt, Rasenschnitt und Küchenabfälle getrennt zu fermentieren, da sie sich in Feuchtigkeit und Struktur deutlich unterscheiden.

Weil aus etwas, das viele entsorgen würden, ein wertvoller Bestandteil des natürlichen Gartenkreislaufs entsteht. Jeder Rasenschnitt bleibt im Garten, wird weiter genutzt und trägt dazu bei, organische Substanz wieder in den Boden zurückzuführen. Dieser geschlossene Kreislauf ist für uns nachhaltiges Gärtnern, der auch noch dazu beitragen kann, die Bodenbeschaffenheit zu verbessern.

Fermentation kann grundsätzlich auch spontan einsetzen. In der Landwirtschaft wird der Grasschnitt extrem verdichtet, so dass Pflanzensaft austritt und
Mit EM-aktiv werden jedoch gezielt Mikroorganismen eingebracht, die den Fermentationsprozess unterstützen, durch Milchsäurebakterien wird der pH-Wert abgesenkt, was Fäulnisprozesse stark reduziert. Die Fermentation wird durch EM gezielt unterstützt.


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Video Anleitung zum Herstellen von Rasenbokashi:

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Mehr erfahren


Annerose

Ein Beitrag von Annerose Fischer

Ich heiße Annerose und bin seit 1994, also von Anfang an dabei. Wenn ich nicht vor dem PC sitze und Texte über EM-Anwendungen schreibe, so bin ich wahrscheinlich im Garten zu finden. Ob beim Pflanzen, Gießen, Ausgrasen, Bokashi machen oder bei den Hühnern. Der Garten bedeutet für mich Lebensqualität. EM bereichert mein Leben und ist nicht wegzudenken. Das wachsende Verständnis über Mikrobiologie, wie und wo sie mit unserem Leben zusammenhängt, ist sinnbringend, zukunftsrelevant und macht die Arbeit absolut interessant. Gerne gebe ich mein Wissen weiter und freue mich über EM-Erfahrungen von Dir.

19 Kommentare zu “Rasenbokashi herstellen – Rasenschnitt in wertvolles Mulchmaterial verwandeln

  • Vor 2 Jahren habe ich angefangen mit Rasenbokashi in meinem Garten zu arbeiten, seit letzem Jahr mulche ich mein Gemüsebeet mit frischem Rasenschnitt. Da ich keine große Rasenfläche habe bekomme ich mittlerweile von meinem Nachbarn den Rasenschnitt dazu 🙂 So habe ich genügend Rasenbokhashi für die Winterzeit und die Kübelpflanzen und auch während der Vegetationszeit im Beet.
    Am Anfang dachte ich noch frischer Rasenschnitt, das wird eine schöne Schneckenzucht geben, aber durch em-aktiv wurde ich eines besseren belehrt.
    Vielen Dank

    Antworten

  • Leider habe ich es diese Jahr nicht geschaftt den Rasen rechtzeitig zu mähen, jetzt habe ich sehr viel Löwenzahnsamen im Schnittgut.
    Werden die Samen durch die Fermentierung keimunfähig?
    Liebe Grüße

    Antworten

    Antworten anzeigen
    • Bei stark samenhaltigem Rasenschnitt empfehlen wir, das Rasenbokashi besonders sorgfältig zu fermentieren: lieber die doppelte Menge an em verwenden, gesichtert luftdicht abschließen und eher 8–10 statt nur 6 Wochen fermentieren. Eine absolute Garantie gibt es aber nicht – Samen sind unterschiedlich robust.

      Entscheidend sind:
      ausreichend lange Fermentation
      wirklich luftdichte Bedingungen
      genügend Feuchtigkeit
      saurer pH-Wert
      gute Verdichtung

      Gerade der niedrige pH-Wert und das anaerobe Milieu wirken stark hemmend auf die Keimfähigkeit.
      Pflanzenkohle kann den Prozess zusätzlich stabilisieren, da sie Feuchtigkeit und Sickersäfte bindet und den Mikroorganismen Lebensraum bietet. Dadurch verläuft die Fermentation gleichmäßiger und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Löwenzahnsamen ihre Keimfähigkeit verlieren.
      Sicher ist: Gut fermentiertes Rasenbokashi keimt deutlich weniger nach als frischer Rasenschnitt.
      Herzliche Grüße
      Annerose

      Antworten

  • Hallo, da ich meinen Rasen selten mähe, habe ich bei jeder Mahd viele Rasensamen im Mähgut. Ist dieses Material überhaupt für Rasenbokashi geeignet? Ich habe Bedenken, dass ich später mit dem Ausbringen ungewollt Rasen in meinen Beeten ausbringe. Haben Sie dafür eine Lösung?
    Lieben Dank im Voraus
    Michael Fischer

    Antworten

  • Kann ich Rasenbokashi auch in die Pflanzerde von Tomaten in Kübeln verwenden

    Antworten

    Antworten anzeigen
    • Hallo Angelika Trojak, natürlich ist das möglich! 😊
      Rasen-Bokashi eignet sich hervorragend als nährstoffreiche Ergänzung für die Pflanzerde von Tomaten im Kübel. Es liefert wertvolle organische Substanzen, fördert das Bodenleben und unterstützt ein gesundes Pflanzenwachstum.
      Wichtig ist, das Bokashi gut in die Erde einzuarbeiten. Frisches Rasen-Bokashi sollte jedoch mit etwas Abstand – etwa 5 cm – zu den Wurzeln eingebracht werden und vor dem Pflanzen etwas Zeit zur Umsetzung bekommen. (14 Tage)
      Ebenso lässt es sich wunderbar als Mulch auf der Erdoberfläche verwenden: So bleibt der Boden bedeckt, wird vor Verdunstung geschützt und angenehm kühl gehalten.
      Deine Tomaten werden es dir danken! 🍅🌿

      Antworten

  • Danke für die anschauliche Anleitung. Werde das am Samstag versuchen nachzumachen.
    Möchte das fertige Rasenbokashi als Winterdüngung verwenden und über die abgeernteten Beete geben.
    Muss ich dabei noch etwas beachten?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Elmar Schmitt

    Antworten

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    • Hallo Elmar,
      lassen Sie den Rasenschnitt gut antrocknen, bevor Sie es dann besprühen. Dann lässt sich das Bokashi später wunderbar leicht verteilen.
      Viel Spaß dabei
      Herzliche Grüße
      Annerose

      Antworten

  • Wie lagere ich das Rasenbokashi, wenn es fertig ist? Es ist ja noch Feuchtigkeit enthalten. Ich wollte es in Eimern lagern, habe aber die Befürchtung, dass es dann schimmelt.
    Viele Grüße und vielen Dank

    Antworten

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    • Hallo, es ist immer besser, das Bokashi luftdicht zu lagern. Es offen in Behältnissen auszubewahren birgt das Risiko, dass es tatsächlich schimmlig wird.
      Herzliche Grüße
      Annerose

      Antworten

  • Ist es sinnvoll, dass fertige Rasenbokashi als Dünger auf den Rasen zu verteilen?

    Antworten

    Antworten anzeigen
    • Hallo,
      nein das ist nicht sinnvoll. Das Rasenbokashi ist nicht als Dünger für den Rasen geeignet. Es könnte sogar sein, dass der Rasen darunter eingeht, weil Rasenbokashi etwas sauer ist. Deshalb wird Rasenbokashi auch immer mit etwas Abstand (ca. 3 cm) zu den Pflanzen verteilen.
      Wenn der Rasen beim Rasenmähen gemulcht wird ist die Gefahr auch groß, dass der Rasen darunter gelb wird. Deshalb ist ein Mulchmäher hier sehr ratsam, weil das Gras so klein gehäckselt wird und das Gehäckselte direkt in Bodennähe abgelegt wird.
      Viele Grüße
      Annerose

      Antworten

  • Der entstehende Bokashi-Tee kann bei dem Set nicht abgelassen werden. Gibt das keinen Matsch auf dem Fassboden?
    Viele Grüße Karin

    Antworten

    Antworten anzeigen
    • Hallo Karin, bei Rasenbokashi entsteht so gut wie kein Sickerwasser (Bokashi-Saft). Sie können eine 2 cm dicke Schicht RoPro-Streu ins Fass streuen. Das bisschen Saft wird dann von der Kohle aufgesaugt und wird einen guten Dünger geben.
      Rasenbokashi immer etwas antrocknen lassen, bevor er dann mit EM besprüht wird und ins Fass kommt.
      Viel Erfolg und herliche Grüße
      Annerose

      Antworten

  • Betr. Rasenbokashi.
    Muss ich bei jedem Rasenschnitt einen neuen Eimer anlegen oder kann ich immer wieder oben drauf packen?
    Mit lieben Grüßen
    Birgit R.

    Antworten

    Antworten anzeigen
    • Hallo Birgit, nein, Sie müssen nicht jedesmal einen neuen Eimer anlegen. Man kann eine laufende Bokashi-Fermentation auch unterbrechen und neuen Rasenschnitt draufgeben. Wichtig ist, reichlich EM pur oder 1:1 verdünnt zu versprühen. Wenn ein Fass nicht wirklich voll ist, kann man das Bokashi mit einem Sandsack abdecken, oder ein Teelicht in das Fass auf die obere Rasenschicht stellen und anzünden. Wenn der Sauerstoff verbraucht ist, geht das Teelicht aus. So wird verhindert, dass das Bokashi wegen zuviel Sauerstoff schimmelt.
      Viel Erfolg und herzliche Grüße
      Anneroe

      Antworten

  • Hallo,
    Gerade habe ich nach der Anleitung Rasenbokashi angesetzt und bin sehr auf das Ergebnis gespannt. Sollten die Eimer besser kühl oder warm stehen?
    Können Sie mir bitte einen Tipp geben, wie ich Hühnermist am besten mit verarbeite. Ich habe sowohl reinen Mist als auch Mist mit Streu gemischt. Kann ich das beispielsweise in den Rasenbokashi mit einschichten? Oder nur die Streu-Mist-Masse mit EM Impfen und in Eimern luftdicht umsetzen lassen….? Wie lange?
    Würde mich sehr freuen, wenn sie für einen EM und Hühnereinsteiger Tipps hätten, wie ich alles möglichst sinnvoll und effektiv verwerten kann. Es sind 6 Hühner, also keine Massen, aber frisch soll es ja auch nicht auf’s Beet, da gibt es doch bestimmt bessere Möglichkeiten.
    Herzliche Grüße und schon mal danke
    Susanne

    Antworten

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    • Antworten

    • Hallo,
      Für die Fermentation gilt: Am besten gelingt sie bei warmen Temperaturen bis ca. 38 °C. Wärmer sollte es nicht werden, da viele Mikroben dann absterben. Mit etwas kühleren Temperaturen kommen die Mikroben besser zurecht.
      Da Rasenbokashi in der Regel nur dann angesetzt wird, wenn der Rasen auch wächst, spielt die Temperatur hier meist keine große Rolle. Bei sehr hohen Sommertemperaturen empfiehlt es sich, die Eimer oder Fässer schattig zu stellen.
      Hühnermist-Bokashi kann man das ganze Jahr über herstellen. In den kühlen Monaten ist es wichtig, dass die Fermentation bei Plusgraden stattfindet. Also das zu fermentierende Gefäß für ein paar Wochen ins Warme stellen. Nach abgeschlossener Fermentation kann das Bokashi problemlos auch Frost ausgesetzt werden.

      Sie können den Hühnermist pur fermentieren oder mit Rasenschnitt mischen.
      Ich empfehle die Mischung, da das fertige Hühnermist-Bokashi dann milder ist und von den Bodenorganismen leichter umgesetzt wird. Durch das günstigere C:N-Verhältnis (Kohlenstoff : Stickstoff) entstehen zudem weniger Verluste und es riecht weniger streng.

      Sehr bewährt hat sich, beim Einstreuen im Hühnerstall gleich RoPro-Streu Pflanzenkohle zu verwenden. Außerdem sollte der Stall täglich mit EM-aktiv pur eingesprüht werden.
      Das bringt mehrere Vorteile:

      • Besseres Stallklima
      • Weniger Geruch
      • Die Hühner profitieren von einem gesünderen Umfeld
      • Der Mist wird schon ab der Entstehung von Mikroben vorbearbeitet
      • Nährstoffe werden direkt in der Kohlestruktur gespeichert

      So lässt sich auch eine kleine Menge Mist von wenigen Hühnern optimal verwerten – und Sie bekommen einen hochwertigen, mikrobenreichen Dünger, der frisch nicht direkt aufs Beet muss, sondern nach der Fermentation sofort bodenverträglich ist.

      Viel Freude weiterhin mit der Hühnerhaltung und beim Fermentieren!
      Herzliche Grüße Annerose

      Antworten

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