Gartenarbeiten im August

Jetzt schon an den Winter denken – muss das sein?
Der August bedeutet Hochsaison im Garten: Zucchini, Gurken, Tomaten, Bohnen und Kräuter werden geerntet. Mittelfrühe Kartoffeln oder Kräuter für Tees und Tinkturen kommen noch dazu. Erdbeeren werden verpflanzt, Kräuter gebunden, Endivien gesetzt, Wintergemüse gesät.
Je nach Wetterlage ist jetzt vor allem Flexibilität gefragt: Heiße Tage mit Trockenstress wechseln sich zunehmend mit nasskalten Regenphasen ab. Mal ist regelmäßiges Gießen überlebenswichtig – dann wieder geht es darum, Staunässe zu vermeiden und die Pflanzen vor Pilzbefall zu schützen. Der August fordert Gärtner*innen zunehmend heraus, sich auf wechselnde Klimabedingungen einzustellen.
Doch mit gezielter Pflege und effektiven Mikroorganismen (EM) lässt sich vieles auffangen – und du legst bereits jetzt den Grundstein für eine erfolgreiche Spätsaison und einen fruchtbaren Herbst.
Typische Gartenarbeiten und EM-Anwendungen im August erfährst du in diesem Beitrag.
Inhaltsverzeichnis:
- Aussaat im August
- Pflanzung im August
- Ernten – damit es weiter wächst
- Beerenobst: Pflege, Auslichten & Düngung
- Weitere Gartenarbeiten im August
- Jetzt Schnecken jetzt effizient reduzieren
- EM-Bio-Cocktail – Hilfe bei Pflanzenstress
- Rasen & Bokashi
- Kräutersträuße sammeln an Maria Himmelfahrt
1. Was kann ich im August aussäen?
Freiland-Direktsaat:
Feldsalat, Spinat, Rucola, Radieschen, Winterpostelein, Herbstrettich
Vorkultur oder spätere Pflanzung:
Mangold, Pak Choi, Chinakohl, Wintermöhren, Winterzwiebeln, Blutampfer, Koriander
Zweijährige Blumen:
Bartnelken, Fingerhut, Stockrosen – jetzt sät man sie oder pflanzt sie für die nächste Saison aus.
2. Was kann ich im August pflanzen?
Freilandpflanzung:
Endivien, Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Zuckerhut, Pak Choi, Chinakohl, Salat – ideal für eine zweite Erntewelle.
Beerenobst:
- Erdbeeren: Ableger (Kindel) verpflanzen, besonders von gesunden, ertragreichen Pflanzen.
- Heidelbeeren, Johannis- & Stachelbeeren: nach der Ernte Auslichtung des Strauchs, alte oder krank wirkende Triebe entfernen. Bei Johannis- und Stachelbeeren auch leicht düngen (z. B. mit Schwarzes Gold Forte) und mit EM-aktiv oder Bodenagil verstärken.
3. Was kann ich im August ernten?
Tomaten, Gurken, Paprika, Bohnen, Zucchini, Kürbis, Fenchel, Sellerie, Rote Beete, Kartoffeln, Zwiebeln, frische Kräuter – aber auch Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Beeren. Gurken und Zucchini wollen laufend geerntet werden, sonst bilden sie keine Früchen mehr aus. Jetzt heißt es: regelmäßig ernten, um Nachtrieb zu fördern.

4. Beerenobst richtig pflegen
Beerensträucher wie Johannis-, Stachel- und Himbeeren brauchen im Spätsommer gezielte Pflege, um vital zu bleiben und im Folgejahr zuverlässig zu fruchten. Der richtige Schnitt, eine nährstoffreiche Versorgung und gute Bodenpflege helfen auch dabei, die Pflanzen robuster gegenüber klimatischem Stress wie Hitzeperioden oder anhaltendem Regen zu machen.
Auslichten für Luft und Licht – Entferne alte, abgetragene und zu dicht stehende Triebe bei Johannis- und Stachelbeeren, um die Sträucher durchlässiger für Licht und Luft zu machen. Das beugt Pilzkrankheiten vor und fördert die Entwicklung neuer, kräftiger Triebe.
Auch bei Sommer-Himbeeren ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um die abgeernteten Ruten bodennah zu entfernen. Junge, grüne Ruten bleiben stehen – sie tragen im nächsten Jahr.
Bodenpflege & Düngung – Gieße deine Beerensträucher wöchentlich mit EM-aktiv (50 ml auf 10 L Wasser). Das fördert das Bodenleben, stärkt die Pflanzen über die Wurzeln und verbessert die Nährstoffaufnahme.
Zusätzlich kannst du eine dünne Kompostgabe mit RoPro-Streu Pflanzenkohle einarbeiten – das schafft langfristig Humus, speichert Wasser und Nährstoffe und macht den Boden widerstandsfähiger gegenüber Trockenphasen und Starkregen.
5. Weitere Gartenarbeiten im August
- Lavendel-Rückschnitt: Für eine reiche Blütenpracht solltest du deinen Lavendel 2-mal jährlich einen Rückschnitt gönnen. Ein Formschnitt erfolgt im Frühjahr, der andere im Sommer nach der Blüte. Im Juli und August werden die Blütenstiele abgeschnitten, teils auch bis ins „Grüne“. Einzelne hervorstechende Triebe kannst du auch tiefer zurückschneiden.
Wenn du die Form des Lavendels radikal verändern willst, dann ist das Frühjahr der bessere Zeitpunkt. Je früher der Schnittzeitpunkt, desto besser. Denn so regeneriert der Lavendel besser und kann die kalte Jahreszeit besser überstehen.
Um den Lavendel nach dem Schnitt zu stärken, besprühe ihn mit einem EM-Cocktail. Einer Mischung aus mineralischen Komponenten und Effektiven Mikroorganismen. 10 ml EM-aktiv und 1/2 TL RoPro 13/20 mit 1 Liter Wasser mischen und versprühen!


- Jäten und Lockern – bei Bedarf ist es sinnvoll blühende Beikräuter noch vor dem Absamen zu jäten. Die Kulturen bekommen mehr Licht, Wasser muss nicht geteilt werden, die Beikräuter „laufen nicht auf“, das heißt, sie samen nicht ab und wachsen in Hülle und Fülle, das Ausreissen bringt Luft in den Boden und gibt Wachstumsimpulse.
- Lockern der Erde: „Einmal hacken spart dreimal gießen“, lautet eine Gärtnerregel. Weshalb ist das so? Lockerer Boden nimmt das Gießwasser oder Regen (vor allem Starkregen) besser auf. Ausserdem zerstört das Lockern den Kapillareffekt, was das Verdunsten an der Oberfläche verhindert. Lockern ist deshalb auch nach ergiebigen Regenfällen sehr sinnvoll. Das Wasser wird besser im Boden gespeichert.
- Wöchentliches Gießen mit EM-aktiv oder Bodenagil: Gerade im trockenen August ist regelmäßiges und ausreichendes Bewässern sehr wichtig. Gieße besser alle paar Tage reichlich, als jeden Tag oberflächlich! Um deinen Pflanzen zusätzlich etwas Gutes zu tun, empfehlen wir das wöchentliche Gießen mit EM-aktiv oder Bodenagil. Die große Vielfalt und Lebendigkeit der Mikroben im EM stärkt die Pflanzen, setzt Nährstoffe frei und erleichtert die Nährstoffaufnahme.
- Nachdüngen: Im August werden nochmals viele Pflanzen gedüngt. Alle Früchtetragenden Gemüse wie Tomaten und Gurken, Paprika, Chili, Zucchini, Auberginen oder Kürbis profitieren von einer flüssigen Düngung mit Zimba. Die Düngung regt das Wachstum an, und lässt die Qualität der Ernte verbessern. Der Stickstoffgehaltin Zimba ist nicht übermäßig hoch und Kalium fördert die Fruchtreife und verbessert den Geschmack.
Auch für Rosen ist bis Mitte August der letzte Zeitpunkt einer Düngung für leichten Wachstumsimpuls und Ausreifung der Triebe.
Auch hier eigent sich Floris sehr gut.
Bitte keine stark Stickstoffhaltigen Dünger mehr verwenden. - Gründüngung: Freiwerdene Flächen mit z. B. Lupine, Buchweizen oder Klee aussäen für den Herbst.
„Ist der August am Anfang heiß, wird der Winter streng und weiß.“
— Bauernweisheit
6. Jetzt Schnecken reduzieren im Garten
Je nach Witterung beginnen die Gartenschnecken ab Ende Juli bis August sich zu vermehren. Eng umschlungen findest du sie vermehrt in den Abend- oder Morgenstunden auf dem Rasen oder Verstecken. Sie jetzt zu sammeln ist sehr effizient.

Pro abgesammelte Eiertragende Schnecke kannst du dir bis zu 500 Nachkommen ersparen.
Ansonsten legen Schnecken ihre Eier gern unter Platten und Brettern ab, sowie Erdspalten und Risse.
Indem du hackst und solche Erdöffnungen wieder schließt, sind die Schnecken gezwungen sich mehr offenkundige Plätze zu suchen, wo du die Gelege leichter findest.
7. Pflanzenstärkung im August – Hilfe bei Blattkrankheiten und Schädllingsdruck
Blattkrankheiten wie Mehltau an Gurken oder Rosenrost treten in dieser Jahreszeit häufiger auf. Auch Schädlinge wie Apfelwickler, Raupen oder Buchsbaumzünsler aktivieren sich jetzt. EM-Behandlungen stärken pflanzeneigene Abwehrkräfte, hemmen Sporen und machen die Pflanzen weniger attraktiv.
Besonders umfassend wirkt der EM-Bio-Cocktail, der mikrobiologische, mineralische und feinstoffliche Komponenten kombiniert. Er wird auf die Blätter gesprüht, wo die Mineralien für eine bessere Haftung der Mikroorganismen sorgen und so ein günstiges mikrobielles Milieu schaffen.
Zwar lassen sich bereits befallene Blätter meist nicht mehr retten – doch durch die Vitalisierung wird der Grundstein für gesunde Neuaustriebe, Blüten- oder Knospenbildung gelegt. Deshalb lohnt sich die Pflanzenpflege mit EM auch noch im Spätsommer und Herbst.

8. Rasen und Rasenbokashi
Auch unser Rasen hat im Sommer mit der Hitze zu kämpfen, daher sollten wir ihn unterstützen und nicht zusätzlich unter Stress setzen

- Radikalen Rückschnitt vermeiden – stattdessen max. 1/3 der Rasenlänge auf einmal zurückschneiden
- Auf Vertikutieren, Belüften oder Striegeln während der Sommerhitze verzichten
- Um deinen Rasen zu schonen, erhöhst du die Schnitthöhe beim Mähen auf 5 – 6 cm
- Rasen in regelmäßigen Abständen mähen (alle 10 – 14 Tage)
- Rasenflächen mit einem organischen Langzeitdünger im August /spätestens September mit nochmal 80 g /m² versorgen (Rasen-Rainer)
- Bei längerer Trockenheit solltest du den Rasen durchdringend bewässern.
Rasenbokashi: Rasenschnitt antrocknen, mit EM-aktiv benetzen, luftdicht verschließen und 6–8 Wochen lagern. Im Herbst als Mulch einsetzen. Bokashi verbessert Bodenstruktur, Humusaufbau und Feuchtespeicherfähigkeit erheblich.
Hier erfährst du mehr über die Herstellung von Rasenbokashi.

- Rasen mähen
- Rasenschnitt mindestens 30 min in der Sonne antrocknen lassen (auch ein Tag an der Sonne ist ok. Bitte öfter wenden, und lieber breit und dünn ausbreiten. Zu dick aufgeschichtet fördert schnelle Fäulnis und Hitzeproduktio.n
- Entweder auf der Fläche oder beim Einfüllen in das Behältnis mit EM-aktiv (pur) reichlich einsprühen.
- Behältnis luftdicht verschließen und 6-8 Wochen reifen lassen.
- Im Herbst nach dem „Abräumen“ der Beete das Rasenbokashi 2-3 cm dick mulchen. Nach 1-2 Monate kannst du nochmals mulchen.
Manch einer mag denken, das Gartenjahr sei ohnehin gelaufen und eine Behandlung lohne sich nicht mehr. Doch das Gegenteil ist der Fall: Jetzt werden die Weichen für das kommende Jahr gestellt. Du kannst das Pflanzenmilieu positiv beeinflussen und stärken, um Krankheitskeime und Sporen zurückzudrängen. Wenn du jetzt im Sommer deine Pflanzen mit Effektiven Mikroorganismen (EM) behandelst, wirst du im nächsten Jahr gesündere und widerstandsfähigere Pflanzen haben.
Auch die Bodenpflege jetzt im August hat Auswirkungen im nächsten Jahr. Ob Mulchen, Mikroorganismen gießen, Mineralien ausbringen, oder RoPro-Streu einarbeiten.
9. Kräutersträuße zu Maria Himmelfahrt
Am 15. August beginnt die Zeit der Kräutersammlung für Tees, Salben oder Tinkturen. Kräuter in Büscheln im Schatten trocknen lassen oder mit Dörrgerät schonend trocknen – z. B. Minze oder Zitronenmelisse frisch von den Stielen lösen. Traditionell kennt man diesen Brauch als bayerischen „Frauentag“
Tipp zum Sammeln von Kräutern von Susann Schütz: Breite die zu trocknenden Kräuter dünn auf ein Bettlacken aus, deck sie auch mit dem Lacken ab und leg sie ins Auto und lass sie bei Sonne den ganzen Tag trocknen.
Was sind Tinkturen? Hier findest du mehr Informationen.
Bewährte Produkte für die Gartenhochsaison

EM-aktiv
Mikrobieller Allrounder für den Garten, zum Gießen und Besprühen – für gesunde Pflanzen

Rasen-Rainer
Effektiver organischer Rasendünger mit Pflanzenkohle, EM und Mykorrhiza (verbesserte Rezeptur)

RoPro-Lit Gesteinsmehl
Remineralisiert den Boden, puffert Säuren und reduziert Pilzkrankheiten


Frohwuchs-Mineralien
Remineralisierender Mineralienmix, stabilisiert den pH-Wert und die Bodenbiologie



EM-Garten-Agil Set
Besonderes EM, angereichert mit vielen heimischen Kräutern, für Boden und Pflanze.
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