✓ Familienbetrieb aus Bayern ✓ Eigene Produktion ✓ Erfahrung & Qualität seit über 20 Jahren ✓ Gemeinwohl-bilanziert

Bokashi aus Rasenschnitt, Stauden & Häckselgut

Bokashi aus Rasenschnitt, Stauden & Hackselgut herstellen

Fermentation = fermentierte Organik = Bokashi

Im Unterschied zu Kompost wird bei der Fermentation die Organik unter Luftabschluss umgesetzt. Außerdem wird die Organik hier nicht vererdet, sondern nur verstoffwechselt (wie man es beispielsweise von der Sauerkrautherstellung kennt). Warum und wie ihr Bokashi aus Rasenschnitt, Stauden & Häckselgut herstellen und benutzen solltet, wollen wir euch nachfolgend erklären.

Bei der Fermentation entstehen durch Stoffwechselvorgänge wertvolle Vitalstoffe, Antioxidantien, Vitamine, Aminosäuen und Enzyme. Genau dies macht man sich bei der Lebensmittelproduktion zu Nutze. Aber auch im Garten hat das Bokashi mit seinen Eigenschaften längst seinen Siegeszug angetreten.


Effektive Mikroorganismen spielen die entscheidende Rolle, denn die Mikroben sorgen für eine geregelte, milchsaure Fermentation.


Ob Bokashi aus Rasenschnitt, Küchenabfällen, Staudenhäcksel, Grünzeug, Mist oder anderer Organik. Je bunter die Mischung, desto inhaltsreicher ist das fertige Bokashi.

Zur Optimierung der Fermentation werden neben EM verschiedene Zuschlagsstoffe verwendet:

  • EM-aktiv garantiert eine geregelte, milchsaure Fermentation, der pH-Wert senkt sich und dadurch werden Fäulnisprozesse verhindert
  • Gesteinsmehl liefert Mineralien, reduziert Gerüche, puffert Säuren ab und bietet Nistplätze für Mikroorganismen
  • Bokashi-Streu, ein Getreideferment aus fermentiertem Getreideschrot fördert die Fermentation, liefert Nährstoffe, bietet Nistplätze, reduziert Gerüche und kann zur Regulation der Feuchtigkeit in der Organik genutzt werden
  • RoPro-Streu Pflanzenkohle bindet Nährstoffe in die Kohlestruktur, reduziert Gerüche, bindet CO2, bietet Nistplätze für Mikroorganismen und trägt zu einem nachhaltigen Humusaufbau bei
  • Zuckerrohrmelasse liefert Nährstoffe und Mineralien für die Mikroben. Kann vor allem bei Grünabfällen eine sinnvolle Ergänzung sein

Bokashi aus Rasenschnitt

Aus Rasenschnitt kann wertvoller Dünger (Mulchmaterial) hergestellt werden. In den Herbst- und Wintermonaten wird das Mulchmaterial dann von den Würmern verarbeitet.

Tipp: Verarbeitet Rasenschnitt zu Rasenbokashi und verwendet es in den Wintermonaten als Mulchmaterial auf den Pflanzbeeten. Der Boden wird vor Austrocknung und Erosion geschützt und das Bodenleben hat Nahrung. Es wird euch mit zunehmend krümeliger Erde gedankt.


Bokashi aus Staudenhäcksel

Stauden werden gehäckselt und damit zu einem gehaltvollen Mulchmaterial. Lasst, wenn möglich, einige Stauden stehen. Sie dekorieren den Garten auch im Winter und bieten Unterschlupf für viele Nützlinge.

Zur Anreicherung des Bokashis kann aufgelöste Zuckerrohrmelasse, Urgesteinsmehl und natürlich RoPro-Streu (Pflanzenkohle) dazugemischt werden.

Pro Kubikmeter Organik 1 L Zuckerrohrmelasse in ca. 60 °C heißem Wasser auflösen. Nachdem die Zuckerrohr-Lösung auf unter 40°C abgekühlt hat, kann sie mit EM-aktiv vermischt und auf das Häckselgut gesprüht werden.

Das Staudenbokashi ist für den Garten als Mulchmaterial äußerst interessant, da es langsamer vom Bodenleben umgesetzt wird als z.B. das Rasenbokashi. Während der Wintermonate bietet es neben dem vielfältigen Nahrungsangebot für das Bodenleben auch Schutz vor Austrocknung und Erosion.


Bokashi aus Küchenabfällen

Bei Küchenabfällen haben sich die sogenannten Bokashi- oder Organiko Eimer bewährt.

Hier entsteht Sickersaft, der aufgefangen als Flüssigdünger eine sehr vitale Düngerquelle für Gemüse, Beet- und Balkonpflanzen darstellt.

  • Sämtliche Küchenabfälle können fermentiert werden
  • Küchenabfälle mit EM pur besprühen und RoPro-Streu Pflanzenkohle darüber streuen
  • Andrücken und luftdicht verschließen
  • Nach der Reifezeit können sich Kahmhefen (weißlicher Hefebelag) bilden
  • Das gereifte Bokashi wird in den Boden eingegraben
  • Mit dem Bepflanzen ca. 10 Tage warten

Mehr Informationen zur Bokashi Produktion aus Küchenabfällen findet ihr hier.


Bokashi aus Getreideabfällen

Aus unterschiedlichen Getreideabfällen kann ein sehr hochwertiger Dünger hergestellt werden. Dazu Gedreideschrote, Spelzen, Trebern, Mist, … mit RoPro-Streu, Urgesteinsmehl, aufgelöster Zuckerrohrmelasse mischen und mit reichlich EM-aktiv besprühen oder übergießen.

Evtl. wird zusätzlich Wasser benötigt. Die gut durchmischte Organik sollte sich zu einem Knödel formen lassen, sich aber auch wieder sehr gut lösen lassen.

Nach einer Reifezeit (ca. 6 Wochen) kann dieser Bokashi-Dünger als Bodenverbesserer und / oder Dünger verwendet werden.

Getreidearten, Trebern, Hülsen, Mist, … wird mit Gesteinsmehl, Zuckerrohrmelasse und EM-aktiv vermischt und luftdicht abgefüllt. So entsteht ein sehr lebendiger Bodenaktivator mit hoher Düngerwirkung.


Die Bokashi-Produktion liefert wertvolle Beiträge zur Bodenverbesserung und zum Humusaufbau. Die Organik bleibt im Garten und wird angereichert wieder in und auf den Boden zurückgegeben.

Kreisläufe werden so sinnvoll geschlossen. Die Zufuhr von Pflanzenkohle macht die Arbeit zudem nachhaltig, da sie sich im Boden anreichert und immer wieder mit Nährstoffen befrachtet wird. Das Bodenleben wird mit Organik gefüttert und so trägt Bokashi zum Humusaufbau bei.

Tipp: Bokashi kann auch direkt auf dem Pflanzbeet produziert werden. Wie beschrieben wird die Organik mit EM-aktiv, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle gemischt und luftdicht mit Folie oder Humus abgedeckt. Wird diese Arbeit im Herbst durchgeführt hat man bis zum Frühjahr eine Art Rohkompost, welcher dann auf den Beeten verteilt wird.


Hoffentlich konnten wir euch animieren, Bokashi aus Rasenschnitt und Co. herzustellen und so etwas gutes für euren Garten und die Umwelt zu tun.

Gartenblog von Annerose auf Instagram
Jetzt Rose´s Gartenblog auf Instagram und Facebook folgen.

Ein Beitrag von Annerose Fischer

Ich heiße Annerose und bin von Anfang an dabei, also eines der Urgesteine hier. Wenn ich nicht vor dem PC sitze und Texte über EM-Anwendungen schreibe, so bin ich wahrscheinlich im Garten zu finden. Ob beim Pflanzen, Gießen, Ausgrasen, Bokashi machen oder bei den Hühnern. Der Garten bedeutet für mich Lebensqualität. EM bereichert mein Leben und ist nicht wegzudenken. Das wachsende Verständnis über Mikrobiologie, wie und wo sie mit unserem Leben zusammenhängt, ist sinnbringend, zukunftsrelevant und macht die Arbeit absolut interessant. Gerne gebe ich mein Wissen weiter und freue mich über EM-Erfahrungen von Dir.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.