Tomaten anbauen mit EM

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Tomatenpflanzen lieben EM und Bokashi und danken es mit reicher Ernte.
Tomaten sind sehr beliebte Früchte im Gemüsegarten oder auf dem Balkon. Kein Wunder, denn das Aroma frischer sonnengereifter Tomaten ist unvergleichlich.

Tomaten in Pflanzkübel ziehen

Pflanzerde mischen mit Chiemgauer Schwarzerde

Wenn du sterile Pflanzerde verwendest, lohnt es sich mind. 1/3 des Volumens mit Chiemgauer Schwarzerde zu mischen. Sie bringt Lebendigkeit in das Substrat und bietet den Mikroben durch die Pflanzenkohle eine willkommene Ansiedlungs- und Rückzugsmöglichkeit. Du kannst auch Gartenerde mit etwas Komposterde und Schwarzerde mischen. Je lebendiger, desto besser. Denn so kann sich auch eine große Vitalität in den Pflanzen entwickeln.

Nährstoffversorgung bei Tomaten

Optimal: Dünge-Depot anlegen mit Bokashi und Schafwolle

  • Wähle für Tomaten einen ausreichend großen Topf (mindestens 30 l Volumen)
  • Fülle den Pflanzkübel mit (1/5 der Topfhöhe) mit Erde
  • Dann folgt eine Schicht Küchenbokashi (ca. 1/5) und eine Lage ca. 100 g Schafwolle oder Schafwollpellets
  • Schafwolle vorher kurz im Tauchbad tauchen (30 ml EM-aktiv, 1 Teelöffel RoPro 13/20 und 20 ml Biplantol Vital NT auf ca. 3 L Wasser)
  • Nun wird mit Erde (3/5) vollständig aufgefüllt. Diese Erdschicht soll so hoch sein, dass die eingepflanzte Tomate nicht in die Bokashischicht reicht. Das Bokashi könnte die feinen Haarwurzeln der Pflanze verbrennen.
  • Nun kannst du die Tomatenpflanze in den Topf setzen. Davor tauchst du sie auch im EM-Bad. Das Anwurzeln geht leichter, denn die Pflanze erhält einen Cocktail von Nährstoffen und Mikroorganismen. Außerdem ist sie von Feuchtigkeit durchdrungen und kann stressfrei im neuem Topf wachsen
  • Anschließend wird angegossen (Tauchbadwasser verwenden)

Gießen mit EM-aktiv

Tomaten brauchen sehr viel Wasser. Tomaten im Topf leiden oftmals an zu kleinen Gefäßen. Das Minimum für einen Topf sollte 30 L Volumen betragen. Töpfe heizen sich an der Sonne sehr stark auf. Schnell sind Temperaturen von über 40°C erreicht. Die Mikrobiologie leidet stark darunter. Deshalb sollte ein Mal wöchentlich mit EM-aktiv (50 ml/ 10 L Wasser) gegossen werden. Verwendest du gute lebendige Erde und organischen Dünger, ist die ständige “Belebung” mit EM sehr wichtig. So kann die Umsetzung des Naturdüngers optimal unterstützt werden.

Mulch liefert Nährstoffe und schützt den Boden

Tomaten sind Flachwurzler. Sie sind dankbar für jeden zusätzlichen Schutz des zarten Wurzelgeflechts. Heumulch ca. 20 cm dick aufgeschüttelt hat sich sehr bewährt. Bis zum Herbst ist der Heumulch vom Bodenleben verarbeitet.
Rasenschnitt oder Rasenbokashi 1-3 cm dünn auftragen. Rasenschnitt kann nach 3-4 Wochen wieder aufgetragen werden. Jede Mulchschicht solltest du mit EM-aktiv oder Bodenagil angießen (50 ml / 10 L Wasser). Die mikrobielle Lebendigkeit sorgt für eine gute Umsetzung und Fäulnis wird verhindert. Die Mulchschicht sorgt neben Verdunstungsschutzt auch für organischen Dünger, der vom Bodenleben verstoffwechselt wird.

Kalk an Tomaten sorgt für eine gute Wasserführung und beugt Blattkrankheiten vor.

Tomatenkalk-Agathe-Tomate-EM-Chiemgau

Agathe-Tomate
Tomatenkalk

Kalk aktiviert das Bodenleben, reguliert den Wasserhaushalt der Pflanzen und hebt den pH-Wert des Bodens. Kalk ist für die Bildung einer guten Bodenstruktur sehr wichtig da er für viele Stoffwechselvorgänge unabkömmlich ist.

Tomaten düngen:
Pro Tomatenpflanze 1 Esslöffel Agathe Tomatenkalk mit etwas Erde mischen und ins Pflanzloch geben oder um die Pflanze herum einarbeiten.

Spritzungen mit EM-Bio-Cocktail

Tomaten mögen keinen Stress. Er lässt sie leicht erkranken. Mit dem EM-Bio-Cocktail werden die Pflanzen Stress resistenter und sie verzeihen eher einmal widrige Verhältnisse. Der EM Bio-Cocktail liefert Mikroben, Mineralien, Nährstoffe, Huminstoffe, Calcium und Pflanzenhomöopathie. Er fördert die Photosyntese, eine gesunde Blattentwicklung und wehrt gleichzeitig Schädlinge, wie weiße Fliege oder Spinnmilben ab. Er sollte am Morgen gesprüht werden, so dass die Tomaten abgetrocknet sind, wenn die Sonne stark scheint.

Alle Komponenten für die Spritzung finden Sie hier

Erste Spritzungen mit Komponenten des Bio-cocktails kannst du bereits bei deinen Sämlingen durchführen. Geeignet sind hier EM-aktiv mit RoPro-Startfit und Biplantol. Sind die Tomaten pflanzfähig kannst du sie wöchentlich und ab Juli monatlich mit dem Bio-Cocktail spritzen.
EM-Spritzungen wirken in erster Linie vorbeugend. Hat sich z.B. die Tomatenwelke ausgebreitet kann man sie etwas hinauszögern, aber nicht loswerden.

Nachdüngen

Wenn du Küchenbokashi herstellst, gönne deinen Tomatenpflanzen regelmäßig eine Bokashi-Saft Gabe von 50 ml auf 10 L Wasser. Bokashi-Saft bringt Nähr- und Vitalstoffe.

Brennnessel-Jauche oder Schwarzes Gold eignen sich zum Nachdüngen. Du kannst auch Küchenbokashi mit der Tontopf-Methode zwischen den Tomaten aufstellen.

Tipps zur Tomatenaufzucht

Ein sehr guter Zeitpunkt Tomaten auszusäen ist um den Josefitag, am 19. März.

Wichtig ist, Tomaten nie austrocknen zu lassen. Eine Trockenheit kann sich mit “Blütenendfäule” oder anderen Blattkrankheiten und Schädlingsbefall zu einem späterem Zeitpunkt rächen.

Tomaten nach Möglichkeit nicht mit Gurken, Zucchini oder Kürbis zusammen pflanzen. Sie lieben die Gesellschaft von Basilikum.

Der beste Platz für Tomaten ist im Osten oder Westen. Damit sich die Töpfe nicht zu sehr aufheizen, kann eine Beschattung aus einer Rohrmatte dienen.

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2 Gedanken zu „Tomaten anbauen mit EM“

  1. Hallo
    Kann man Agathe Tomate auch für anderes Gemüse verwenden? Gurken, Paprika? Oder was nehm ich da am Besten. Bokashisaft? Meine Weinreben schwächeln, Blätter sind gelb. Hab ph Wert geprüft, ist bei 6, Eisen gegossen und gespritzt, Bokashi eingegraben, Gesteinsmehl und schwarzes Gold. Aber leider hilft nichts. Blätter sind gellgelb und rollen sich ein, werden braun. Danke.

    1. Hallo,
      ja, Agathe Tomate kann bei Gemüse verwendet werden, das auch einen höheren pH-Wert mag. Dazu zählen z.B. Kohlgewächse, Zwiebeln, Kartoffeln, Rüben, Lauch. Kalken sollte man aber nicht auf Verdacht, sondern weil der Kalkmangel analytisch gemessen wurde oder so wie bei Tomaten, wo es praxisbewährt ist, sie etwas zu kalken.
      Wenn der pH-Wert beim Wein passt und der Eisendünger nicht hilft, liegt evtl. eine Blockade vor. Es ist genügend Eisen da, kann aber nicht aufgenommen werden. Es kann also am Bodengefüge liegen. War der Wein längere Zeit sehr trocken gestanden? Gießen Sie öfter mit EM-aktiv, Mulchen Sie mit Organik, bringen Sie Luft in den Boden, z.B. mit einer Grabgabel Löcher um die Pflanze stechen. Probieren Sie evtl. den Frohwuchs. Der liefert eine gelungene Mineralienmischung, in der auch etwas Schwefel enthalten ist. Sicherlich bringt er Schwung und Vitalkraft in die Pflanze. Eine andere Möglichkeit wäre auch eine organische Blattdüngung.
      Viel Erfolg
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

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