Allgemeines Wohlbefinden mit Ferment-Gemüse

Fermentieres Gemüse für ein allgemeines Wohlbefinden
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Das der Darm einen großen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden hat, ist schon lang kein Geheimnis mehr. Mikroorganismen helfen uns dabei die Nahrung zu verdauen und die „richtigen“ sorgen zudem für ein gutes Gefühl. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass eine gesunde Vielfalt an verschiedenen Mikroorganismen im Darm unser Wohlbefinden beeinflussen können

Warum haben so viele Menschen Probleme mit ihrer Darmflora?

Die Art sich zu ernähren hat sich die letzten Jahrzehnte stark verändert. Convenience Produkte und Fast Food stehen bei vielen Menschen auf dem täglichen Speiseplan. Industriell gefertigte Lebensmittel haben kaum Nährstoffe, wovon Mikroorganismen im Darm profitieren könnten. Dazu kommt, dass frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse oft chemisch behandelt sind, um Erträge zu steigern und sie haltbarer zu machen.

Ein oft zu hoher Zuckerkonsum wirkt sich ebenfalls ungünstig auf die Darmflora aus. Auch Umweltbelastungen wie Strahlung, Elektrosmog, Umweltgifte haben negativen Einfluss auf die Darmbakterien. Man könnte diese Liste noch ewig weiterführen… Das führt zu vielen verschiedenen Verdauungsproblemen und Unwohlsein.

Wie können wir unsere Darmflora stärken?

Zum Glück gibt es aber einfache Mittel, um den Helfern im Darm etwas Gutes zu tun. Allein das Essen von fermentierten Lebensmitteln ist eine Wohltat für unser Mikroben-Milieu und unterstützt eine intakte Darmflora. Bakterien lassen in Stoffwechselvorgängen Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und Antioxidantien entstehen.

Fermentierte Lebensmittel kennen wir seit alters her. Jahrtausende war die milchsaure Fermentation die einzige Art Lebensmittel haltbar zu machen. Im letzten Jahrhundert haben die modernen Methoden der Konservierung Einzug in unsere Küchen gehalten. Obst und Gemüse in Dosen ist problemlos über Jahre haltbar, bietet aber kaum mehr Nährstoffe und ist mehr oder weniger steril.

Ein neues Gesundheitsbewusstsein lässt aber viele Leute wieder in Richtung Fermentation denken. Der einzigartige Geschmack, die dekorativ gestalteten Einmachgläser und die Veredelung der Lebensmittel mit hohem Nährstoffgehalt machen diese traditionelle Art des haltbaren Machens für viele Menschen wieder interessant.

Ohne viel Aufwand kann man sich selbst fermentiertes Gemüse herstellen.

Wie stellt man fermentiertes Gemüse her?

Es gibt viele verschiedene Arten der Fermentation. Ich erkläre hier, wie ich es herstelle. Es ist wirklich sehr einfach.

Als Zutaten eignen sich z.B.: Kohl, Sellerie, Karotten, Ingwer, Blumenkohl, Rote Rüben, Zwiebeln etc. Hartes Gemüse ist ideal. Nicht so gut geeignet wären weiche Gemüsesorten, wie beispielsweise Tomaten oder Gurken, da diese nach dem Fermentvorgang sehr matschig werden. Das bedeutet nicht, dass man diese Gemüse nicht fermentieren kann, aber dafür gibt es spezielle Rezepte und Techniken. Jetzt für den Anfang bleiben wir bei den einfacheren Gemüsen.

Was du noch brauchst ist Salz (Unsere Empfehlung: Manju Salz), Wasser, Multi-Impuls oder Red Redox, Gewürze nach Wahl, Schraub – oder Einmachgläser.

Rezept:  zuerst wird die Salzwasserlösung hergestellt. Nehmt auf einen Liter lauwarmes Wasser 2-3 TL Salz und ca. 30 ml Multi Impuls oder Red Redox. Wichtig ist, dass das Wasser nicht zu kalt ist, damit die Mikroorganismen gleich anfangen zu arbeiten.

Danach das Gemüse kurz unter kaltem Wasser waschen und in kleine, am besten in mundgerechte Stücke schneiden. Diese mit den gewünschten Gewürzen Schichtweise in ein Glas füllen.
Eine Schicht Gemüse, diese mit Gewürzen bestreuen, dann wieder eine Schicht usw. So wenig Platz wie möglich dazwischen lassen. Danach das Glas mit dem vorbereiteten Wasser befüllen, aber nicht randvoll machen.
Oben lege ich ein Weinblatt oder etwas Ähnliches auf die Lake, und beschwere es mit einem Gewicht, z.B. einen Weck-Einmachglasdeckel, damit das Gemüse unter Wasser bleibt. Dann mit dem Deckel das Glas verschließen. Die Gläser nicht in den Kühlschrank stellen, sondern bei Zimmertemperatur (am besten zwischen 13 und 24 Grad) lagern.

Achtung: In den ersten Tagen entsteht aufgrund von entstehenden Gasen ein Überdruck. Deswegen die erste Zeit ein bis zweimal täglich das Glas öffnen, um den Druck entweichen zu lassen.  Evtl. entweicht auch etwas Flüssigkeit. Lasst euch dadurch nicht verunsichern. Ihr könnt auch Gärgefäße mit Gärspund verwenden, dann muss es nicht geöffnet werden.

Nach ca.  5-8 Tagen kann das Gemüse bereits gegessen werden. Ihr könnt es aber auch weiter fermentieren lassen oder ab dann im Kühlschrank lagern.

Multi Impuls oder Red Redox als Fermentationshilfe

Multi Impuls oder Red Redox unterstützt den Fermentationsprozess. Das Bio-Fermentgetränk steuert das Mikrobenmilieu und lässt das Gemüse schneller fermentieren.

Durch den Fermentationsvorgang ändert das Gemüse seine Form, Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack. Je länger fermentiert wird, desto mehr Enzyme, Antioxidantien und Vitamine entstehen.

Mit den Gewürzen kann man ein wenig rumexperimentieren. Es gibt dem Gemüse immer eine andere Geschmacksnote. Da hat man wirklich viel Spielraum zum Ausprobieren. Meine Lieblingskombinationen sind beispielsweise Blumenkohl mit Curry, Chinakohl mit Kümmel und Pfeffer oder Karotte und Ingwer mit Zitronengras.
Die Geschmäcker sind verschieden und das Ausprobieren macht einfach Spaß. So kommen nach und nach tolle Rezepte zustande.

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6 Gedanken zu „Allgemeines Wohlbefinden mit Ferment-Gemüse“

  1. Hallo Michael,

    ich möchte dieses Jahr fermentieren ausprobieren. Wie lange ist das fermentierte Gemüse im Keller lagerbar? Muss man bei dieser Art der Fermentation mit Red Redox das Gemüse im Glas nicht beschweren?

    1. Hallo Maria,
      Das fermentierte Gemüse ist sicher monatelange haltbar. Das hängt davon ab, was fermentiert wurde und ob das Gemüse ganz mit Lake bedeckt ist usw. Im Regelfall wird es nicht schlecht, sondern die Konsistenz ändert sich immer weiter. Ein kühler und dunkler Keller ist sicher ein sehr empfehlenswerter Lagerort.
      Bei dieser Art der Fermentation benutze ich keine Beschwerung, da die Klammern am Einmachglas den Deckel fest auf dem Glas verschließen.
      Herzliche Grüße aus Stephanskirchen

  2. Hallo lieber Michael,
    ich habe es gleich ausprobiert und werde das Ergebnis in 9 Tagen testen können. Habe mich auch getraut, Kimchi anzusetzen. Ich bin wirklich auf das Ergebnis gespannt. War es richtig die Flüssigkeit auch bis oben hin aufzufüllen? Ich finde es toll, dass die alten Zubereitungsarten wieder publik gemacht werden.
    Vielen lieben Dank für deine Rezeptideen
    Liebe Grüsse Gerlinde

  3. Hallo Michael,
    ich fermentiere schon länger. Wofür sind Deine Zutaten Multi Impuls oder Red Redox bei der Fermentierung? Es ist toll, dass das Fermentieren wieder mehr in aller Munde ist.

    1. Hallo Emilia,
      ja es ist schön, dass sich wieder vermehrt Leute für das Fermentieren interessieren. Multi Impuls und Red Redox sind bereits fermentierte Getränke. Durch Spontangährung der Inhaltsstoffe entsteht eine Vielzahl an verschiedenen regenerativen Mikroorganismen, hauptsächlich Milchsäurebakterien. Wenn man nun Multi Impuls oder Red Redox der Fermentation von Gemüse zugibt, helfen die enthaltenen Mikroorganismen durch ihre Stoffwechselvorgänge noch mehr Enzyme, Antioxidantien und Vitamine entstehen zu lassen. Man steuert das Millieu gleich von Anfang an in eine positive Richtung.

  4. Das fermentieren von Gemüse und Obst ist die absolute Nährstoffexplosion! War letzte Jahr bei einem Fermentationskurs und mache es schon paar Monate, aber mit Mango und Red Redox habe ich noch nicht experimentiert. Vielen lieben Dank für den tollen Tipp und den schönen Beitrag, sodass noch viel mehr Menschen das fermentieren für sich entdecken können 😀

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