Küchenbokashi – wohin damit?

Bokashi_in_Beet_eingraben
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Aus Küchenabfällen Bokashi herzustellen ist eine sehr nachhaltige und ökologische Wirtschaftsweise. Spätestens, wenn der erste Bokashi-Eimer gefüllt ist, überlegt man sich die Weiterverarbeitung. Im Frühjahr oder Herbst ist dies meist kein Problem. Aber was macht man im Sommer, wenn alles vollgepflanzt ist? Oder im Winter, wenn die Vegetation ruht oder sogar Bodenfrost das Ausbringen von Bokashi erschwert?
Hier werden einige Methoden vorgestellt, wie das gereifte Küchenbokashi verarbeitet werden kann.

Küchen-Bokashi in Pflanzbeete eingraben – die gängigste Methode
Nach der Reifezeit kann zu allen (frostfreien) Zeiten das Bokashi in den Pflanzbeeten eingegraben werden. Dazu kleine Gräben ziehen (ca. 10 cm), mit Bokashi einfüllen, und mit Erde zudecken.

Anschließend wird mit EM-aktiv 1: 200 (50ml auf 10l Wasser) kräftig gegossen. Mit dem Anpflanzen oder Säen ca. 2 Wochen warten. Das Bokashi ist in wenigen Wochen von den Bodenlebewesen völlig umgesetzt.
Die Mikrobiologie und das Bodenleben, z.B. Regenwürmer setzen das Bokashi langsam um. Wertvolle Nährstoffe und Enzyme werden für die Pflanzen zur Verfügung gestellt. Wurmhumus entsteht an Ort und Stelle. Der Boden wird in kurzer Zeit lockerer und fruchtbarer.

Bokashi als Dünger in Blumenkästen und -Töpfen einsetzen


Auch die Erde für Blumenkästen oder Kübelpflanzen lässt sich hervorragend mit Küchenbokashi aufwerten.
Zuerst 1/5 des Pflanzgefäßes mit Erde füllen, dann 1/5 Küchen-Bokashi und optional 1/5 Schafwolle dazu geben und schließlich mit Erde auffüllen.
Das Küchenbokashi und auch die Schafwolle werden im Laufe der Zeit von den Mikroorganismen zu wertvollen Nährstoffen umgewandelt.

Kombination Bokashi und Schafwolle für gesundes Wachstum

Ein sehr guter Partner von Küchenbokashi ist Schafwolle. Man verwendet vorzugsweise ungewaschene Schafwolle. Vor Verwendung wird sie kurz in eine EM-aktiv Lösung getaucht. (ca. 50 ml EM-aktiv /2 L Wasser). Pro Quatratmeter Pflanzbeet rechnet man ca. 300 g ungewaschene Schafwolle.

– ca. 50 ml EM-aktiv in zwei Liter Wasser geben
– für eine lebendige Mikrobenflora ein Teelöffel RoPro 13/20 unterrühren
– etabliert ein regeneratives Milieu
– 20 ml Biplantol Vital NT unterstützt Stoffwechselprozesse

Ein sehr guter Partner von Küchenbokashi ist Schafwolle. Man verwendet vorzugsweise ungewaschene Schafwolle. Vor Verwendung wird sie kurz in eine EM-aktiv Lösung getaucht. (ca. 50 ml EM-aktiv /2 L Wasser). Pro Quatratmeter Pflanzbeet rechnet man ca. 300 g ungewaschene Schafwolle.

Schafwolle_in_Beet_eingraben

Verwendung von Küchenbokashi bei wenig Platz oder gefrorenem Boden

Wenn Sie keine Möglichkeit haben Küchenbokashi zu vergraben, z.B. im Winter, dann gibt es verschiedene Varianten das Bokashi trotzdem Auszubringen:

  • Gereiftes Küchen-Bokashi in den Komposthaufen vergraben
    Das Bokashi im Komposthaufen vergraben oder mit anderer Organik abdecken. Es sollte möglichst nicht “an der Luft” sein. Bokashi fördert Rotteprozesse und die Umsetzung des Kompostes enorm.

Organik etwas Beseite gabeln, Bokashi einfüllen, mit Organik abdecken und mit EM-aktiv Lösung angießen

  • Bokashi vererden (ca. 2/3 Bokashi und 1/3 Gartenerde mischen)
    Die Vererdung auf dem Mutterboden hat den Vorteil, dass sich Regenwürmer und anderes Bodenleben an der Umsetzung der organik beteiligen. Je nach Temperatur und Feuchtigkeit ist die Organik nach 2 bis 3 Monaten völlig vererdet.
  • Bokashi in Müllbeutel umfüllen (abgetropft und luftdicht). Säcke können draußen gelagert werden.
  • Bokashi in Tontöpfe füllen und auf den Kopf stehend im Garten verteilen. Tontöpfe sind wasserdurchlässig. Deshalb eignen sie sich sehr gut, um Bokashi in den Töpfen vererden zu lassen.

Die Ton-Topf-Methode

Wie funktionierts?
Mit einem kleinen Stein wird das Loch des Topfes verschlossen. Eine kleine Hand voll Gartenerde sorgt für zusätzlichen Verschluss des Loches. Jetzt wird das Bokashi randvoll in den Topf gefüllt und auch etwas angedrückt. Anschließend wird der gefüllte Topf kopfüber in den Garten gestellt.

Der Topf sollte feucht gehalten und auch mit EM geossen werden. Feuchtigkeit fördert das Bodenleben und die Mikrobielle Umsetzung.
Es dauert ca. 6 Wochen bis die Organik vererdet. Reste werden einfach an Ort und Stelle etwas eingearbeitet.
Und es ist egal, ob Sie die Töpfe im Winter bei gefrorenem boden oder im Hochsommer aufstellen.

Mit dieser einfachen Methode kann an dicht bepflanzten Stellen, an Sträuchen und Bäumen oder bei Frost Bokashi ausgebracht werden.
Die “Topf-Methode kann z.B. zwischen Gemüse- oder Stauden Pflanzungen angewandt werden. So werden keine Wurzeln verletzt.

Schimmel auf dem Bokashi?

Als Zeichen der Reife kann sich auf der Organik ein weißlicher Belag bilden. Dabei handelt sich um Hefen, die den Abschluss der Fermentation anzeigen.
Wird der Eimer nicht geleert wächst diese Hefeschicht. Sie kann nach ein paar Monaten auch dicker werden. Davor braucht man jedoch keine Angst zu haben.
Vorsicht ist allerdings geboten, wenn ein gräulich, haariger 2 bis 4 cm langer Schimmelpilz wächst. Sicherlich wurde hier vergessen, den Eimer stets luftdicht abzuschließen. Dieses Bokashi ist dann leider verdorben und sollte mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Ein weißer Hefebelag ist ein Zeichen von Reife. Er kann entstehen, muss aber nicht.

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Ein Gedanke zu „Küchenbokashi – wohin damit?“

  1. Ich bin noch so dankbar für all die Erfahrungshinweise wie umgehen mit Rüst- Gartenabfällen bzw. Topfpflanzen.
    Ich bin seit letzen Sommer zu EM- Bokashi gestossen für die Pflanzenkübel und Töpfe auf meinem Sitzplatz.
    Das mit dem weissen Schimmel-Hefe habe ich heute entdeckt und wusste nicht weiter. Jetzt habe ich es gelesen und gesehen.
    So provitiere ich von Ihren Erfahrungen, die Sie mit mir, mit uns teilen. Danke
    Schritt für Schritt gehe ich weiter, beschränke mich auf meine Möglichkeiten.

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