Interview mit EM-Pionierin und Autorin Anne Lorch über EM

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Sie sind uns eine Unterstützung in sämtlichen Lebensbereichen – im Garten, Haushalt oder bei Mensch und Tier – effektive Mikroorganismen (EM) bereichern unseren Alltag. Die Wirkungsweise findet daher immer mehr Anklang bei zahlreichen Anwendern. Waren EMs vor Jahren noch belächelt, steigt zunehmend die Begeisterung. Diese positive Entwicklung freut auch EM-Profi und Fachjournalistin Anne Lorch. In unserem Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen der vergangenen Jahre und hat Tipps für EM-Neulinge, aber auch EM-Experten.

Interview mit EM-Profi und Autorin Anne Lorch

Dein Buch „EM – Eine Chance für unser Erde“ wurde bereits zum 5. Mal neu aufgelegt. Längst hat EM seinen Nischeplatz verlassen – wo sind die Effektiven Mikroorganismen nun angekommen?

Wer EM einsetzt ist kein komischer Pionier mehr, sondern gehört zur anerkannten Gruppe, die etwas in Bewegung gebracht hat. Das Bewusstsein, sich von bisherigen Wegen zu trennen und neue Pfade zu beschreiten, ist stark gewachsen. Ich denke, dass die Effektiven Mikroorganismen auf der ganzen Welt angekommen sind und mit ungeheurer Freude eingesetzt werden. Ich habe in Europa und auch auf anderen Kontinenten viele EM-Anwender aufgesucht und erfahren, dass EM einen wertvollen Beitrag zur Gesundung unserer Lebensgrundlage leistet.

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EM-Profi und Fachjournalistin Anne Lorch

Was würdest du einem Neueinsteiger raten, wie er den Einstieg in die Welt der Mikroben starten kann?

Es kommt immer darauf an, wie und wo Neueinsteiger EM einsetzen möchten. Weil EM fast universell angewendet werden kann, muss ich wissen, was er schon über diese Mikrobenmixtur gehört und was neugierig gemacht hat.

Also erst einmal Fragen stellen, damit ich gezielter in dieses umfangreiche Thema einsteigen kann ohne den Neuling zu überfordern, weil es anfangs nicht glaubwürdig erscheint, dass EM bei Problemen im Boden, im Wasser, bei Umweltschäden ebenso wie bei Tier und auch beim Menschen eingesetzt werden kann. Ich berichte je nach Thema von meinen persönlichen Erfahrungen und ermuntere, es selber mal auszuprobieren.

Am besten mit einfachen Dingen des Alltags beginnen, bei denen schon nach wenigen Tagen Veränderungen beobachtet werden können. z. B.:

  • Ein paar Pipes in die gläserne Vase mit Blumen geben und beobachten, dass das Wasser klar bleibt, nicht stinkt. Der Strauß bleibt länger frisch.
  • Im Garten zum Vorkeimen mal die Saatkartoffeln mit EM-Keramikpulver überstäuben und erleben, wie schnell die Keime wachsen und nach der Pflanzung rascher als bisher weitersprießen. 
  • In das Trinkwasser für Haustiere (Katze/Hund) EM-Keramikpipes einlegen. Ein zweiter Napf mit bisherigem Wasser ohne Zusätze anbieten und erleben, dass die Tiere das Wasser mit den Pipes bevorzugen und das Wasser länger frisch bleibt.
  • Die schnelle Besserung von Hautabschürfungen oder kleineren Schnittwunden mit EM-Einsatz überzeugen jeden Zweifler. Entzündungsränder oder auffallende Narben bleiben aus, Insektenstiche verlieren ihre Schrecken. Mit EM eingerieben vergehen Schmerzen, beruhigt sich der Juckreiz, schwillt der Stich schnell ab.

Es gibt bestimmt tausende weitere spektakuläre Beispiele, die einen Neueinsteiger verwundern, begeistern und wissbegierig machen, in dieses Thema tiefer einzusteigen.

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Haustiere bevorzugen EM-Keramik
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Schnittblumen halten mit EM-Keramik Pipes länger frisch

Von welchem EM-Erfolgserlebnis hast du gehört oder selbst erlebt und möchtest es uns erzählen?

Eine meinen ersten EM-Reisen vor 20 Jahren ging zu einem Gestüt in Dänemark. Auf einem Gestüt erlitt eine edle Araberstute kurz nach der Geburt ihres wunderschönen Fohlens eine heftige Kolik. In der Box wetzte sie sich vor Schmerz aufbäumend das Fell auf dem Nasenrücken, an den Schultern und Hüften ab. Der Tierarzt sah keine Überlebenschance. Nachbarn des Gestüts, (neue EM-Anwender) hörten von dem Leid und flößten als letzten Versuch der Stute einen Liter EM ein. Ob es hilft, wusste keiner. Todgeweiht schluckte sie alles und beruhigte sich umgehend. Als der Tierarzt kam, um das Pferd zu erlösen konnte er es nicht fassen, dass die Fohlenmutter wieder auf den Beinen stand, erschöpft, aber ruhig. Das erzählten uns die Gestütinhaber, als wir eine Woche später den Hof besuchten. Von den Wunden waren noch die blanken Knochen zu sehen. Es hatte sich bereits ein sauberer fellbewachsener Wundrand ohne Entzündungsmerkmale gebildet. Das hat mich als EM-Skeptiker ungemein beeindruckt.

Welche Chancen bieten EMs unser Leben zu verbessern und vor allem nachhaltig zu gestalten?

Die Chancen sind enorm vielfältig und nicht mit drei Sätzen zu beantworten. Was mich immer wieder fasziniert, dass diese Winzlinge es fertigbringen, widrige Lebensumstände im Garten oder in der Landwirtschaft aus dem lebensabbauenden Milieu wieder in den Lebensaufbau zu lenken.

Der Aufbau ergibt sich immer, wenn Probleme – gleich welcher Art – nicht nur mit einer einmaligen EM-Behandlung, sondern mit sich wiederholenden Einsätzen angegangen werden, anfangs intensiver. Um das Erreichte auch dauerhaft zu stabilisieren, werden die Zeitabstände der Anwendungen erweitert, die EM-Mengen pro Anwendung reduziert. Ich habe viele Anwender erlebt – vor allem in der Viehzucht – die so große Probleme und Ausfälle hatten, dass sie am Rande ihrer Existenz standen und z. B. die Kälbersterblichkeit durch EM-Einsatz von vorher 80 Prozent auf unter 20 Prozent gesenkt werden konnte. Die strahlenden Augen dieser Landwirte werde ich nie vergessen und hat viele Anwender in den biologischen Anbau mit nachhaltiger Überzeugung geführt.

Deine große Leidenschaft ist der Garten. Wo siehst du hier Möglichkeiten, EM für sich selbst und die Umwelt zu nutzen?

Wenn ich aus meinem Garten eine Portion Gemüse kurz vorm Kochen ins Haus hole, genieße ich den Duft der Karotten und Kräuter und bin stolz auf den Salatkopf ohne Schneckenfrassspuren. Das ist Luxus pur. Ein erfolgreicher EM-Gemüseanbau in unsere Nähe ergänzt meine eigene Ernte an Grünzeug. Zuhause schmeckt es mir am besten, denn mit EM-Pflege Gewachsenes macht satt und bietet Geschmack wie ich es sonst nirgends finde. Das Gefühl, mich mit total gesunden Mahlzeiten zu ernähren, macht mich sicher, dass meine Immunkräfte bestens unterstützt werden. Die Abfälle werden in Form von Bokashi im Garten entsorgt, um einen Teil unserer Lebensmittel wieder in den Naturkreislauf zurückzuführen. Das ist eine der einfachen Möglichkeiten als „Einzeltäter“ die desolate Lage unserer Umwelt zu entlasten und einen Beitrag für uns und die Gesundung der Umwelt zu leisten.

Ein Profigärtner kennt fast jedes Gartengeheimnis. Mit welchen Fakten kannst du diese Gartenfüchse noch überraschen?

Alte Gartenfüchse sind schlau und wissen alles. Sie mit neuen Erkenntnissen zu füttern, ist wirklich nicht einfach. Aus alten Gewohnheiten in eine für sie noch unbekannte EM-Technologie umzusteigen ist oft schwierig. Doch eigentlich ist es ganz einfach: Den Fuchs an die Leine nehmen und zur EM-erfolgreichen Konkurrenz führen, die er schätzt und anerkennt. Diese erzählt in den schönsten Farben, wie herrlich alles gedeiht, alte Probleme verschwunden sind, bei Spritzungen mit EM keine Schutzanzüge und Atemmasken erforderlich sind und während der Spritzung alle Mitarbeiter im Glashaus weiterarbeiten können. Das ist für Betriebsinhaber wie Mitarbeiter eine enorme Arbeitserleichterung. Es müssen keine Wartezeiten für terminlich festgelegte Lieferungen eingeplant werden. Die Ware bleibt am Markt länger frisch und die Kundschaft möchte nichts anderes mehr. Das fuchst alte Füchse 😊.

Immer mehr Großbetriebe setzen EMs anstatt Chemie

Genau wie EM ist auch Terra Preta ein Weg für eine klimafreundliche Anbauweise. Was sind die Vorteile?

Der Klimawandel ist eine akute Bedrohung, in der ein jeder von uns seinen Beitrag leisten kann, die Katastrophe zu stoppen oder zumindest zu mildern. Klimaleugner argumentieren, dass es in der Geschichte der Menschheit ja immer wieder Klimaveränderungen über lange Zeitepochen hinweg gab und die Natur die neuen Begebenheiten für alles Lebendige anpassen konnte. Die aktuellen Klimaveränderungen haben aber eine völlig neue Ursache: die Menschheit. Durch die enorme Beschleunigung können sich weder wir noch die vielen verschiedenen Ökosysteme anpassen, weil alles zu schnell abläuft. Es wird eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre sein, den Klimawandel aufzuhalten. Eine der recht effizienten Möglichkeiten für jeden Gartenbesitzer ist der Einsatz von Pflanzenkohle in der Erdaufbereitung. Ursprünglich ist fermentierte Pflanzenkohle, eine Methode des Humusaufbaus aus fernen Zeiten in nativen Kulturen des Amazonasgebietes und wurde unter dem Begriff Terra Preta – das schwarze Gold des Amazonas entdeckt und bekannt. Diese Pflanzenkohle kann enorme Mengen Nährstoffe und CO2 (mit EM fermentiert) in seinem porösen Gewebe speichern und pflanzenverfügbar wieder an die Wurzeln abgeben. In Terra Preta wirkt die stabile Struktur der Pflanzenkohle wie ein Gerüst, in dem sich Humus dauerhaft manifestieren kann. Das heißt, dass Tera Preta ein effizienter CO2- Speicher ist. Terra Preta ist damit ein Nährstoff- und Kohlenstoffspeicher erster Güte.  

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Humusaufbau ist ein entscheidender Faktor beim Klimaschutz

Grundvoraussetzung für gesunde Pflanzen ist ein vitaler Boden. Was kann ich tun, um das Bodenleben in Schwung zu bringen, was sollte ich vermeiden?

Wenn der Boden unsere Lebensgrundlage ist, aus der alles Leben hervorgeht, ist es beschämend, wie damit an manchen Orten umgegangen wird. Einen vitalen Boden kriegen wir nicht mehr geschenkt, sondern müssen die Leere an Lebendigkeit wieder auffüllen. Das geht im Kleinen wie im Großen: Den uns anvertrauten Boden mit Leben besiedeln ist eine essentielle Aufgabe, die sich jeder stellen sollte. Seit es EM gibt, haben wir eine Methode zur Hand, die uns diese Aufgabe ungleich erleichtert, gepeinigte Erde wieder positiv zu besiedeln und das Ergebnis daraus auch zu unserem Wohl nutzen zu dürfen. Diese Mühe ist machbar und lohnt sich für jeden von uns, wenn wir nur wollen. Pestizide, Kunstdünger und Bodenverdichtungen stehen dabei auf verlorenem Posten.

In deinem anderen Buch „Mit EM durchs Gartenjahr“ lieferst du viele interessante Tipps für einen gesunden EM-Garten. Was ist dein Lieblingsmonat und warum?

Lieblingsmonat? – Ich liebe alle 12, denn jeder Monat hat seine Besonderheiten und Vorzüge. Wichtiger ist, auf die Bedürfnisse im Garten einzugehen, was jetzt gerade aus aktuellen Witterungsgründen ansteht, wir uns mit Umsicht einfühlen, ohne in das Diktat der üblichen Vorschriften zu fallen.

Was ist die Besonderheit vom Einsatz von EM im Garten? Welche Aspekte/Vorteile/Wirkungsweisen machen für dich EMs aus?

Ein für mich ganz wichtiger Aspekt fällt mir auf: Wer erfahren hat, was EM zuwege bringt, den lässt das Thema nicht mehr los. Statt festgeschriebene Rezepturen befolgen zu müssen, wird man aufgefordert, Zusammenhänge zwischen Bodenansprüche der Pflanzen mit den vorhandenen Bodenqualitäten zu begreifen. Alle Tätigkeiten im Einklang mit den Naturgesetzen durchzuführen ist ein Lernprozess, der mit einem Auge zurück zur Landwirtschaft unserer Ahnen geht und mit dem anderen Auge die heutige tolle Technik effektiv im Sinne von Mutter Erde nutzt. Dadurch wird die Beziehung zu den Pflanzen intensiver, ja fast persönlich. Der Boden und sein lebendiges Innenleben erhält mehr Zuwendung und Wertschätzung. Unser Verhältnis zum Garten und der Natur wird lebendiger. Das selbstverständliche Wirken der EMs prägt sich in unser Bewusstsein ein. Der Wunsch so umsichtig, freundlich und doch sehr konsequent wie diese Winzlinge zu handeln, wird zur Gewohnheit und schließt auch alle anderen Lebensthemen ein, schwappt über in unsere Umgebung, tut unserer Umwelt einfach gut. So werden wir „Mit-täter“ im anstehenden Wandel auf diesem schönen Planeten. 

Ich hoffe, dass dieses Wirken immer weitere Kreise zieht. Zu erleben, dass so viele Menschen von der EM-Idee angezündet werden, bis die noch kleinen EM-Punkte (EM-Anwender-Nester) auf der Weltkarte zu großen Flächen zusammenlaufen und die ganze Welt überziehen, war vor 20 Jahren mein Traum, der sich tatsächlich immer mehr verdichtet und Chancen hat, Wirklichkeit zu werden. Das macht mir als skeptischer Optimist Mut für die Zukunft.

Mehr erfahren über Anne Lorch!

Anne Lorch ist eine erfahrene EM-Anwenderin und Fachjournalistin. Seit 2001 beschäftigt sie sich intensiv mit Effektiven Mikroorganismen in Theorie und Praxis. Vor allem ihr gärtnerisches Wissen kommt bei ihrer Arbeit zum Tragen. Ihr Wissen gibt Anne Lorch in Form von Fachbüchern gerne weiter. «EM – Eine Chance für unsere Erde» zeigt in einzigartiger Weise auf, in welchen Bereichen EMs zur Anwendung kommen. Gartenfreunde und die die es noch werden wollen, finden neue Impulse «Mit EM durchs Gartenjahr».

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