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Anlegen eines einjährigen Blumenbeets

Blütenmischung im Blumenbeet

Spätestens seit dem bayerischen Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt wissen wir, dass wir uns alle bemühen sollten, für unsere Insektenwelt Lebens- und Wohnräume zu schaffen.

Sehr wirkungsvoll und beeindruckend sind große Blumenbeete, die nicht nur für die Insektenwelt notwendig sind, sondern auch für unsere Sinne eine Wohltat darstellen.


Einjährige Blumenmischungen werden seit einigen Jahren vermehrt angeboten.

Auf kleinen Flächen oder Behältnissen wählt man am besten niedrige Mischungen. Geeignet sind z.B. Felger’s Bienensommer oder Felger’s Augenweide.

Höhere Mischungen die z.B. mit Sonnenblumen eine starke Fernwirkung haben sind: Mössinger Sommer oder Felger’s Farbe im Grün.

Tipp für Mössinger Sommer: Bei dieser Mischung pflanze ich zusätzlich selbst gesäte Sonnenblumen, die mir gut gefallen, in das bereits aufgelaufene Saatbeet. Man sieht mit Kennerblick, wo Sonnenblumen aufgegangen sind und pflanzt noch welche dazu. Mittig ins Beet oder auch am hinteren Rand, so dass sie die Sicht auf die niedrigeren Blumen nicht verdecken.

Besondere und seltene Mischungen sind Felger’s Mohnwiese (für Mohn und Salbei-Liebhaber) und Felger’s Blütensonne, (für Ringelblumen-Liebhaber). Folgt bitte den Anweisungen auf den Samentüten und wählt standortgerecht aus.


Es gibt mehrere Varianten Blumenbeete anzulegen:

Blumenbeet-Vorbereitung

Schon kleinste Flächen im Garten, Balkonkästen oder andere Behältnisse eignen sich.

Nachdem das Pflanzbeet unkrautfrei bearbeitet, ca. 10 cm tief gelockert und abgerecht wurde, kann die Aussaat erfolgen. Das Saatbeet sollte möglichst gleichmäßig mit dem Rechen eingeebnet sein.

Auf „normalen“ Gartenböden ist üblicherweise keine Düngung erforderlich.

Flächen, die schon lange nicht mehr gedüngt wurden können z.B. mit Schwarzem Gold (EM-Dünger) vor dem Einrechen oder Fräsen bestreut werden (ca. 200 g – 300 g/m²). Der Düngebedarf hängt unteranderem von der Blühmischung ab, die gesät werden soll. Je höher die Mischung, desto höher auch der Düngerbedarf.

Tipp: Es ist sinnlos, die Blumenmischungen in eine bestehende Wiese zu säen. Die Sämereien brauchen ein vorbereitetes Pflanzbeet, um sich entfalten und wachsen zu können. Macht Euch die Mühe und schafft ein paar Quadratmeter unkrautfreies Saatbeet. Somit könnt Ihr den ganzen Sommer über, bis spät in den Herbst, ein phantastisches Blumenmeer genießen.


Klassisch aussäen

Nach der Blumenbeet-Vorbereitung kann die Einsaat vorgenommen werden. Die Samenmenge kann durch Beigabe von Sägemehl oder Quarzsand auf das 3-5-fache des Volumens gestreckt werden. In der Regel sät man nämlich zu dicht.

Nach dem Einsäen kann nochmals leicht eingerecht und evtl. eingewalzt werden. Bei kleinen Flächen klopft man mit dem Rücken einer Schaufel leicht auf das Saatbeet.

Für den Keimvorgang sollte vor allem zu Beginn für ausreichende Feuchtigkeit gesorgt werden. Unter guten Voraussetzungen keimen die meisten Samen in ein bis drei Wochen.


Vorpflanzen in QuickPots

Ihr könnt die Blumensamen auch in kleine Töpfe oder in QuickPot Anzuchtplatten säen. Dazu nehmt Ihr ca. 5-7 Saatkörner / Topf oder Vertiefung und keimt diese vor.

Wenn euer Pflanzbeet vorbereitet ist, können die Blumensetzlinge bequem in Reihen, im Abstand von ca. 12-15 cm gepflanzt werden.

Wählt den Abstand groß genug um die Reihen noch harken zu können. So kann auflaufendes „Unkraut“ leichter entfernt werden. Die Lücken füllen sich bald und rasch stellt sich ein natürliches Pflanzbild ein.


Blumenbeet auf Rasenflächen

Möchten Ihr ein Stück Eures Rasens für eine Bienenweide bereitstellen, dann entfernt zuerst die Grasnarbe. Dazu sollten auch die Wurzeln gänzlich entfernt werden, sonst wächst der Rasen wieder durch.

Nachdem die Rasenfläche abgeschält ist, kann der Boden mit Hilfe einer Harke oder einem Sauzahn noch einmal gelockert werden.

Am sinnvollsten wäre diese Arbeit im Herbst. Die Fläche könnte auch noch gemulcht werden, sodass sich bis zum Frühjahr der Boden lockert. Verbliebene Pflanzenreste können anschließend leicht entfernt werden.

Füllt die Fläche evtl. noch mit Gartenerde und etwas Kompost auf. Die Aussaat erfolgt dann wie schon beschrieben.


Die Papier-Variante

Eine eher ungewöhnliche Methode wurde auch schon mit Erfolg angewendet. Statt den Rasen wegzugraben werden dicke (leere) Papiersäcke oder Tüten (kein Zeitungspapier, sondern mind. 80 g/m² dick) flächig ausgelegt und ca. 10 cm hoch mit Gartenerde abgedeckt.

Die Fläche sollte vollständig mit dickem Papier verschlossen sein. Anschließend wird gesät oder bepflanzt wie beschrieben.

Mehr Informationen zur Papier-Variante:

Das Ziel ist, dass die Blühmischung stabil ohne Unkraut wächst und der darunterliegende (sehr kurz gemähte) Rasen unter dem dicken Papier und der Erdschicht erstickt und deshalb nicht durch wächst.

Ausschlaggebend ist die Papierstärke.

Sie sollte ausreichend dick gewählt werden, so dass sie einerseits im Laufe von ein paar Wochen verrottet, aber andererseits, sobald die Blumen stark genug sind, durch das Papier wurzeln können.

Des Weiteren sollte es kein beschichtetes Papier sein. Kartons eignen sich auch nicht, da sie zu schnell zerfallen.

Auch hier ist entscheidend, dass das Blumenbeet einige Wochen lang zuverlässig gegossen wird. Zumindest solange, bis die Pflanzen durch das Papier in den Mutterboden gewurzelt sind.


Zum Schluss noch eine Bitte an Gemeinden, Städte, Pfarrgemeinden, Straßenmeistereien und alle, die Flächen zur Verfügung haben. Mit wenig Aufwand lassen sich diese Blüh-Oasen schaffen. Seit ein blühendes Vorbild und legt ein Blumenbeet an!


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Ein Beitrag von Annerose Fischer

Ich heiße Annerose und bin von Anfang an dabei, also eines der Urgesteine hier. Wenn ich nicht vor dem PC sitze und Texte über EM-Anwendungen schreibe, so bin ich wahrscheinlich im Garten zu finden. Ob beim Pflanzen, Gießen, Ausgrasen, Bokashi machen oder bei den Hühnern. Der Garten bedeutet für mich Lebensqualität. EM bereichert mein Leben und ist nicht wegzudenken. Das wachsende Verständnis über Mikrobiologie, wie und wo sie mit unserem Leben zusammenhängt, ist sinnbringend, zukunftsrelevant und macht die Arbeit absolut interessant. Gerne gebe ich mein Wissen weiter und freue mich über EM-Erfahrungen von Dir.

13 Kommentare zu “Anlegen eines einjährigen Blumenbeets

  • Hallo Annerose,

    das Blumenbeet mit der Papiervariante war eine Wucht!! Vielen Dank für den super Tipp.
    Was mache ich denn jetzt, wenn alles verblüht ist bzw. im Frühjahr vor der neuen Aussaat? Die alten Stängel abschneiden oder ausreißen oder was auch immer?
    Über den Winter stehen lassen?

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    • Hallo Silvia,
      schön, dass es so gut geklappt hat. Du kannst entweder heuer alles zurückschneiden, mulchen oder mit dem Rasenmäher drüber gehen (kann sein, dass es nicht aufs erste Mal alles weg ist). Oder du läßt alles bis zum Frühjahr stehen. So haben Insekten Unterschlußmöglichkeiten. Die Reste werden dann im Frühjahr abgeschnitten, gemäht oder gemulcht. Dann gehts wieder los mit Papier ausgelegen, Erde drauf geben und aussäen.
      Weiterhin viel Erfolg!
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

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  • Die Papiervariante ist mir aufgefallen. Besten Dank für die Idee! Das Blumenbeet möchte ich anstelle unseres alten Apfelbaums anlegen. Den hat noch mein Opa angepflanzt, ich sollte aber ihn schon in diesem Frühling wegen Alter entfernen. Genug Scheiß gekostet, aber das Beet kann wenigstens uns alle an den Opa erinnern.

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  • Hallo Annerose,
    muss man dann das Blumenbeet jedes Jahr neu anlegen, oder sät sich der Blumensamen selber wieder aus?
    Grüße aus Nürnberg, Chris

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    • Hallo Chris,
      viele Blumen samen sich aus, es sind teils auch zwei-jährige Blumen in den Mischungen. Wenn man allerdings die Vielfalt der Mischung erhalten möchte, sollte man neu aus säen. Ansonsten dominieren schnell die Sorten, die sich besser durchsetzen.
      Herzliche Grüße
      Annerose

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  • Vor vielen Jahren waren wir an der Nordküste der Bretagne in den Ferien. Viele Gemeinden hatten damals in einer Böschung am Ortsschild ein solches Beet – sehr wirkungsvoll – und preisgünstig.

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  • Hallo Annerose,

    können statt Papiersäcken auch eure leeren Kartonagen verwendet werden?

    LG Silvia

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    • Hallo Silvia,
      da kommt es auf die „Dichte“ der Kartonagen an. Es geht darum, dass der Karton lange stabil bleibt und keine Gräser und andere „Beikräuter“ durchwachsen. Sonst hat die Blumensaat keine Chance. Gräser und Co. würden einfach alles überwuchern. Es gibt aber Kartons, die eine sehr hohe Dichte aufweisen. Papiersäcke sind ideal (siehe Foto).
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

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    • Hallo Silvia,
      unsere Kartons eignen sich nicht. Das gecraschte Papier, das als Verpackungsmaterial verwendet wird schon. Zur Sicherheit würde ich es doppelt auslegen. Es hat 90 g/m². Vielleicht gibt es eine Papierfabrik in der Nähe?
      Viel Erfolg
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

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  • Liebe Frau Fischer,
    die Papiervariante finde ich interessant . Ich werde sie erproben. Meine Frage hierzu: beim Versand Ihrer Produkte verwenden Sie als „Füll-/Stabilisierungsmaterial Papier das recht stabil ist. Ich hebe es auf weil es mir zu schade ist zum Wegwerfen. Könnte ich diese Papier für die „Papiervariante“ verwenden? Hätte es die ausreichende Stärke?
    Ist eine der Blühmischungen auch geeignet für einen Platz der zwar Morgensonne bekommt aber so ab 11 Uhr im Schatten des Gartenhauses liegt? Der Rasen ist in diesem Teil zur Zeit sehr bemoost und ich würde ihn gerne „umwandeln“.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ruth

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    • Hallo Frau Bender,
      zum Papier habe ich einige Fragen beantwortet (siehe weiter oben).
      Die Blühmischungen in schattiger Lage auszusäen hat wahrscheinlich nicht den gewünschten Effekt. Alle genannten Blühmischungen bevorzugen sonnige Lagen. Wenn Sie sich trotzdem für eine Mischung entscheiden, dann wählen Sie eine eher niedrige Mischung und säen Sie nicht zu dicht. So wachsen die Blumen etwas kompakter und müssen nicht um das Sonnenlicht konkurrieren.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

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  • Liebe Frau Fischer, sehr schöne Ergebnisse, die Sie erreichen. Den Sonnenblumen-Tipp werde ich übernehmen, vielen Dank dafür. Welche Mischung haben Sie beim Startbild verwendet? Ein Traum …. Herzliche Grüße, Sabine

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    • Liebe Sabine,
      vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Es freut mich, dass ich Sie inspirieren konnte. Und Danke für den Hinweis. Ich vergaß die Blühmischungen anzugeben, die wir hier verwendet hatten. Für unser kleines Blumenbeet am Wegrand (Startbild) mischten wir Felgers „Bienensommer“ und „Augenweide“.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

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