Garten: Erste Hilfe bei Hagelschäden

Was tun bei Hagelschäden im Garten?
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Gerade sitzt man noch gemütlich im Garten und genießt die Blütenpracht um sich herum. Viele Stunden hat man, oft bei warmem Wetter, im Garten verbracht, liebevoll gepflanzt, gejätet und gegossen. Ein plötzlicher Wetterumschwung und schon kommt das fiese Prasseln, Hagelkörner groß und klein schießen aus den Wolken- unsere Pflanzen im Garten oder Feld können sich leider nicht ins Haus retten und die Natur schlägt zu.

Hagelschäden im Garten – was passiert?

Egal ob die Hagelkörner ganz klein sind oder Golfballgröße haben, für unsere Pflanzen können auch kleinste Haarisse am Blatt oder Stängel schon sehr viel Stress bedeuten. Durch die kleinen Verletzungen können Pilze und Viren ganz leicht in das Blatt oder die Pflanze eindringen und dort massiven Schaden anrichten. Blattkrankheiten, faulende und absterbende Pflanzen sind die Folge. Auch landwirtschaftliche Flächen, z.B. Maisfelder, gleichen einem Schlachtfeld. Als Landwirt muss man überlegen ob es sich eher lohnt, gleich nochmal zu säen.

Hagelschaden im Garten: Hier hat es nicht geschneit, sondern gehagelt: 3-4 cm große Hagelkörner bedecken den Boden
Auch die Jungpflanzen haben unter dem Hagel sehr gelitten

Erste Hilfe für Pflanzen bei Hagelschäden im Garten

Ein Hagelsturm hat verschiedene Auswirkungen auf die Pflanzen:

  • Stress: Auch für die Pflanzen kann ein Hagelbeschuss großen Stress verursachen. Neuesten Studien (Artikel auf Focus-online) zufolge geben Pflanzen bei Stress, wie z.B. Trockenheit oder Schädlingen, sogar hochfrequente Töne ab, die auf pflanzliches Leid hindeuten.
  • Mikroverletzungen: feine Verletzungen bieten Pilzen und anderen Krankheiten eine offene Tür, eine gestresste Pflanze kann die eigenen Abwehrkräfte auch schlecht mobilisieren.
  • Fäulnis: Heruntergefallene Pflanzenteile, Blüten und Blätter, die Feuchtigkeit von Regen und Eis und einsetzende höhere Temperaturen sind die perfekte Grundlage/Zuhause für Fäulnisbakterien und Schnecken. Die Natur räumt auf!

Wie können wir unseren Pflanzen helfen?

Als Erste Hilfe Maßnahme lohnt es sich, die Pflanzen mit einer stärkenden Blattspritzung zu unterstützen. Stress wird reduziert, die Abwehrkräfte mobilisiert und entstehende Fäulnis zurückgedrängt. Geknickte Pflanzenteile und angerissene Blätter, die sonst oxidieren können werden regenerativ besiedelt.

Dosierung der vitalisierenden Blatt-Spritzung bei Hagelschäden (5 Liter)

  • 300 ml Effektive Mikroorganismen, wie z.B. EM-aktiv oder Bodenagil
    zur Reduzierung von Fäulnis, Mobilisieren der pflanzeigenen Abwehrkräfte
  • bis zu 50 ml Biplantol Vital NT oder einige Notfalltropfen – homöopathisches Pflanzenmittel zur Reduzierung von Stress und zur Unterstützung der Pflanzengesundheit
  • ca. 5 L Wasser

Die Pflanzen damit satt einsprühen, am besten jeden Morgen für ein paar Tage.

Tipp:

Schneidet angerissene Stengel mit einem geraden Schnitt und oberhalb der nächsten Blattachseln zurück. So kann die Pflanze unbeschadet neu austreiben.

Praktische Sprühgeräte:

  • Pumpsprühflasche 1,5 L: Durch Pumpen wird ein Druck in der Flasche aufgebaut, der dann ein feines Sprühbild hervorbringt.
  • Sprühflasche 0,5 L: aus 100% Bio-Kunststoff, sprüht auch über Kopf
  • eine Rückenspritze, wenn der Garten größer ist

Hier erfahrt Ihr, wie man Pflanzen durch Blattspritzungen stärken kann.

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2 Gedanken zu „Garten: Erste Hilfe bei Hagelschäden“

  1. Hallo
    Ich bräuchte mal Hilfe. Wir haben uns zur Bewässerung unseres Gewächshauses eine Regentonne aufgestellt und bewässern mit einem Bewässerungscomputer. Da ich sonst regelmässig mit EM gegossen habe, möchte ich dass auch weiterhin tun. Kann ich EM aktiv in die Tonne geben und darin belassen. Pipes hab ich schon reingehängt. Danke.
    Lg

    1. Hallo Manuela,
      vielen Dank für Deine Frage. Keramik-Pipes in der Wassertonne sind sehr gut. Sie halten das Wasser “stabil” und ein Biofilm setzt sich nicht so leicht an.
      EM direkt in die Wassertonne einbringen ist nur bedingt sinnvoll. Wird das Wasser-EM-Gemisch innerhalb von 1-2 Tagen komplett verbraucht und die Wassertonne ausgespült ist es möglich, und für das Gießen mit der Gießkanne ist es auch praktisch.

      Soll das Wasser-EM-Gemisch über mehrere Tage in der Wassertonne bleiben, empfehlen wir es nicht. In der wässrigen Lösung finden die Mikroorganismen zu wenig Nahrung, so dass sie absterben und dann kippt das Wasser. Es fängt an zu riechen.
      Die Dosierung von EM mit dem Aqua-Mix können wir sehr empfehlen. Es wird über eine Gardena-Kupplung an den Gartenschlauch gekoppelt.

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